Verschleppte Erkältung – darauf sollten Sie achten

Eine verschleppte Erkältung kann lebensgefährlich werden. Darum ist es wichtig, sie rechtzeitig zu erkennen – hier erfahren Sie, wie Sie die Warnsignale richtig deuten.

Erkältungen werden oft verharmlost: Kranke gehen trotz Schnupfen und Fieber zur Arbeit oder zum Sport. Dadurch verschleppen sie ihren Infekt – und dies führt zu einer gefährlichen Erkrankung. So kann etwa aus einem Husten eine Lungenentzündung werden.

 

Druckgefühl an der Stirn

Eine Nasennebenhöhlenentzündung kann Folge einer verschleppten Erkältung sein. Sie äußert sich in Schmerzen oder einem starken Druckgefühl unter den Augen und an der Stirn, das sich beim Bücken verstärkt. Inhalationen mit Kamille, ätherischen Ölen oder Salzwasser können helfen, die verstopfte Nase zu befreien und das festsitzende Sekret zu verflüssigen.


Frau hat Halsweh Umckaloabo Shoplinks
© Fotolia
 

Umckaloabo® einfach und bequem nach Hause bestellen?


Hier geht es direkt zur Online-Apotheke:

Umckaloabo >> JETZT KAUFEN!
 


 

Wenn Husten gefährlich wird

Eine verschleppte Erkältung kann sich auch darin äußern, dass sich aus einem normalen Husten eine Bronchitis entwickelt. Dies zeigt sich durch eitrigen Auswurf, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und allgemeine Mattheit. Hier helfen schleimlösende und hustenstillende Medikamente sowie Inhalieren. Wichtig: Mindestens zwei Liter am Tag trinken! Achtung: Eine unbehandelte Bronchitis kann sich zur Lungenentzündung ausweiten. Diese äußert sich durch starke Schmerzen in der Brust, schnell steigendes Fieber und Schüttelfrost – und muss unbedingt im Krankenhaus behandelt werden.

 

Plötzliche Kurzatmigkeit

Besonders gefährlich wird eine verschleppte Erkältung, wenn die Erreger das Herz erreichen. Entzündet sich der Herzmuskel, kann eine größere körperliche Belastung wie durch Sport tödlich sein – es drohen eine Herzschwäche und Herzversagen. Die Symptome einer Herzmuskelentzündung: Herzrasen, starke Muskelschmerzen, außergewöhnliche Kurzatmigkeit. Wer selbst auf kleine Anstrengungen mit unregelmäßigem Herzschlag oder Atemnot reagiert, sollte sich sofort durchchecken lassen, um eine Herzschwäche zu verhindern. Eine bakterielle Entzündung wird mit Antibiotika behandelt.

Eine Frau liegt im Krankenhaus
Eine verschleppte Erkältung kann zu einer Lungenentzündung führen, die im Krankenhaus behandelt werden muss© Shutterstock
 

Kopfschmerzen und Nackenstarre

Wer eine Woche nach einer vermeintlich überstandenen Erkältung plötzlich starke Kopfschmerzen und einen steifen Nacken bekommt, sollte nicht zögern, den Notarzt zu rufen. Häufige Diagnose: Eine Meningitis (Hirnhautentzündung), ausgelöst durch Bakterien, die sich vermehrt haben und über die Nasennebenhöhlen zu den Hirnhäuten gewandert sind. Die schnellste Meningitis-Therapie: Sekretlöser mit Antibiotika. Tatsache ist: Die Hirnhautentzündung ist eine extrem gefährliche Krankheit, die häufig nach Erkältungen auftritt. Bleibt sie unbehandelt, verläuft sie fast immer tödlich. In manchen Fällen ist sie aber auch mit Medikamenten nur schwer in den Griff zu kriegen.

 

Eine verschleppte Erkältung verhindern

Bei scheinbar harmlosen Erkältungskrankheiten gilt grundsätzlich: Spaziergänge an der frischen Luft sind sinnvoll. Solange kein Fieber auftritt, ist Bettruhe nicht nötig. Tritt nach einer Woche Selbstbehandlung keine Besserung ein oder verschlimmern sich die Beschwerden, sollte man den Arzt aufsuchen – es könnte sich um eine verschleppte Erkältung handeln. Sport und schwere körperliche Arbeit sind erst erlaubt, wenn alle Symptome vollständig abgeklungen sind.

© by WhatsBroadcast

Themen
Das könnte Sie auch interessieren
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.