Verrät mein Händedruck, wann ich sterbe?

Arzt und Patient schütteln Hände
Ein Händedruck ist ein verlässliches Mittel, um das Sterberisiko eines Patienten zu bestimmen, zeigt eine aktuelle Studie © Fotolia

„Gib mir deine Hand und ich sage dir, wann du stirbst“ – kanadische Wissenschaftler behaupten, anhand eines Händedrucks eine verlässliche Einschätzung des Sterberisikos abgeben zu können. Wie das funktioniert? Wir verraten es.

Je fester der Händedruck, desto länger lebt der Mensch – zu diesem Ergebnis kamen kanadische Forscher in ihrer kürzlich veröffentlichten Studie. An der Untersuchung nahmen fast 140.000 Probanden teil. Die Forscher maßen den Händedruck aller Studienteilnehmer mit einem speziellen Gerät und beobachteten ihre gesundheitliche Entwicklung während der folgenden vier Jahre.

 

Schwacher Händedruck – höheres Sterberisiko

Die Analyse der Daten zeigte, dass ein schwächerer Händedruck im Schnitt mit einem höheren Sterberisiko einhergeht: Je fünf Kilogramm weniger Greifkraft steigt demnach das Risiko, innerhalb von vier Jahren zu sterben, um 16 Prozent. Diese Prognosemethode sei sogar verlässlicher als Blutdruckwerte, betonten die Wissenschaftler. Probanden mit einem schwachen Händedruck erlitten im Studienzeitraum auch häufiger einen Schlaganfall oder Herzinfarkt als solche mit einem festen Griff. Pro fünf Kilogramm weniger Greifkraft steigt demzufolge das Risiko eines Herzinfarkts um sieben, das eines Schlaganfalls um neun Prozent.

 

Händedruck zeigt Herzgesundheit

Wer seinen Mitmenschen fortan Handquetschungen zufügt, um sein Leben zu verlängern, ist jedoch auf dem falschen Weg: Denn laut Studienautoren ist es nicht der schwache Händedruck, der die Herzprobleme auslöst. Vielmehr könne er ein Anzeichen für eine drohende Herzerkrankung sein – worin der Zusammenhang genau besteht, konnten sie allerdings noch nicht erklären.

Die Studienleiter sehen in ihrer neu entdeckten Methode ein einfaches und günstiges Verfahren, das Risiko eines nahen Todes zu bestimmen – so könnten ihrer Meinung nach schwerwiegende gesundheitliche Gefahren rechtzeitig erkannt und abgewendet werden.

In einer Anfang des Jahres veröffentlichten Studie hatten Wissenschaftler sechs Maßnahmen zusammengestellt, mit denen sich das Herzinfarkt-Risiko um fast 100 Prozent senken lässt – hier klicken.

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Hamburg, 15. Mai 2015

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