Vergiftungsgefahr durch dänische Wurst?

Listerien in Dänemark
Die hochansteckenden Bakterien wurden in der Lammwurst eines bestimmten Herstellers gefunden © Fotolia

12 Menschen sind in Dänemark an einer Infektion mit in Lebensmitteln vorkommenden Listerien-Bakterien gestorben. Vermutlich hatten sie zuvor Lammwurst eines bestimmten Herstellers gegessen. Die betroffenen Fleischwaren wurden in Supermärkten verkauft und in Krankenhäusern sowie Pflegeheimen ausgegeben.

Die Listerien-Opfer stammen nach Aussagen des Lebensmittelministeriums aus ganz Dänemark. Die Behörden gehen deshalb davon aus, dass die belasteten Fleischwaren über einen längeren Zeitraum vertrieben wurden. Dafür spricht auch, dass bereits seit September 2013 immer wieder Infektionen bekannt wurden, die auf den selben Listerien-Stamm zurückgehen. Die 12 Menschen, die zuletzt an dem gefährlichen Bakterium verstorben sind, hätten in den vergangenen 30 Tagen von den verdorbenen Wurstwaren gegessen, erklärte ein Ministeriumssprecher.

 

Betroffenes Unternehmen wurde geschlossen

Die Inkubationszeit von Listerien-Bakterien - also die Zeit, die seit der Infektion vergeht, bis Krankheitssymptome auftreten - beträgt bis zu 70 Tage. Es kann daher zurzeit nicht ausgeschlossen werden, dass nicht noch weitere Personen mit den hochansteckenden Listerien infiziert sind.

Das dänische Gesundheitsministerium gab weiter bekannt, dass das betroffene "Unternehmen bereits geschlossen wurde und bisher ausgelieferte Produkte zurück gezogen werden."

 

Grippeähnliche Symptome

Damit eine Listerieninfektion tödlich verläuft, muss ein Mensch mit einer großen Menge an Bakterien in Kontakt geraten. In der Regel befinden sich solche Bakterienkonzentrationen nur in belasteten Lebensmitteln.

Die nach einer Infektion auftretenden Symptome ähneln denen einer Grippe und werden deswegen häufig nicht rechtzeitig behandelt. Typische Merkmale einer Listerien bedingten Lebensmittelvergiftung sind Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber und Gliederschmerzen. In besonders schlimmen Krankheitsverläufen treten Darm- und Hirnhautentzündungen sowie Blutvergiftungen auf. Bei diesen Symptomen verläuft die Krankheit in rund 30 Prozent der Fälle tödlich. Besonders gefährdet sind Kinder, Menschen mit Immunschwächen und Schwangere.

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Hamburg, 12. August 2014

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