Vergiftung durch selbst angebaute Zucchini

Zucchini
Selbst angebautes Gartengemüse kann giftige Substanzen enthalten © Fotolia

Ein 79-Jähriger aus Heidenheim verstarb letzte Woche an einer schweren Vergiftung, die er sich durch selbst gezüchtete Zucchini zugezogen hatte. Praxisvita erklärt, wann Gartengemüse gefährlich werden kann und welche Warnzeichen Sie kennen sollten.

Vor zwei Wochen wurde der Mann Medienberichten zufolge gemeinsam mit seiner Frau mit Symptomen einer Magen-Darm-Infektion im Klinikum Heidenheim aufgenommen. Das Paar berichtete von einem Auflauf mit Zucchini aus dem eigenen Garten. Er habe furchtbar bitter geschmeckt, dennoch habe der Mann ihn gegessen.

 

Gift im Gartengemüse

Der Grund für den bitteren Geschmack: Die Zucchini enthielten den giftigen Stoff Cucurbitacin. Er kann in Kürbisgewächsen wie Zucchini und Gurken vorkommen, ist aus den Sorten im Handel aber herausgezüchtet worden. In seltenen Fällen kommt es jedoch vor, dass er durch Rückmutationen wieder auftaucht – die Gefahr ist besonders groß, wenn Klein- und Heimgärtner jede Saison Gemüse aus eigenen Samen hochziehen.

 

Giftiges Gartengemüse – die Warnzeichen

Ist in einer Pflanze Cucurbitacin enthalten, macht sich das durch einen bitteren Geschmack bemerkbar. Wenn Zucchini, Kürbis oder Gurken sehr bitter schmecken, sollten sie darum nicht verzehrt werden.

Der Patient aus Heidenheim verstarb nach einigen Tagen an seiner Vergiftung – seine Frau hatte glücklicherweise nicht genug von dem Auflauf verzehrt, um Schaden zu nehmen.

Hamburg, 20. August 2015

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