Jungmacher Wasserbad – Hilfe bei Krampfadern

Kaltes Wasserbad für die Beine – aktive Hilfe gerade auch bei Krampfadern
Kaltes Wasserbad für die Beine – aktive Hilfe gerade auch bei Krampfadern © Fotolia

Einfach jünger aussehen? Dazu brauchen wir weder teure Kosmetika noch Schönheitsoperationen. Experten erklären die sieben Anti-Aging-Geheimnisse des Wassers. Ein Wasserbad hilft dabei gleichzeitig auch gegen Krampfadern.

„Wasser kann über die Hautoberfläche auf den ganzen Organismus einwirken“, erklärt der Mediziner Prof. Hademar Bankhofer. Wenn wir es richtig einsetzen – als Kalt, Warm- oder Heißwasserbehandlung – fördert es nicht nur die Gesundheit, sondern ist auch ein hervorragendes Anti-Aging-Mittel und hilft gegen Krampfadern. Mit sechs einfachen Anwendungen können auch Sie Falten verringern, die Zellalterung verlangsamen und Ihre Abwehrkräfte stärken.

 

Kniegüsse straffen die Gefäße und helfen bei Krampfadern

Kniegüsse beleben den Kreislauf und haben einen verjüngenden Effekt auf unsere Blutgefäße: Im Sitzen oder Stehen den kalten Strahl aus dem Schlauch der Handbrause (ohne Duschkopf) vom Rücken des rechten Fußes außen am Bein bis knapp übers Knie führen. Kurz verweilen und eine möglichst große Fläche des rechten Unterschenkels „begießen“. Danach den Wasserstrahl an der Innenseite des rechten Beines bis zur Ferse führen. Das Gleiche links; beide Beine im Wechsel, bis sich eine leichte Hautrötung zeigt. Das Wasser mit den Händen abstreifen und die Beine kräftig bewegen. Effekt: Der Kältereiz des Wasserbads zieht die Blutgefäße im Ober- und Unterschenkel zusammen und trainiert alle Muskeln. Auch Venen und Krampfadern ziehen sich bei Kälte zusammen; das fördert den Blutrückfluss.

Beinguss gegen Besenreiser
Wenn die Beine schmerzen, hilft Kälte, dann ziehen sich die Gefäße zusammen. Geeignet sind Kältesprays oder Beingüsse© Imago
 

Kaltwasserduschen trainieren das Herz

Eine kaltes Wasserbad ist zwar erst einmal unangenehm, aber neben regelmäßiger Bewegung das beste Training für Ihr Herz. Denn die Kältesensoren der Haut lösen eine Reaktion des Nervensystems aus. Diese pflanzt sich im ganzen Körper fort. Die Folge: Der Pulsschlag erhöht sich kurzzeitig – eine natürliche Fitness-Übung, die das Herz jung hält. Dafür reichen schon etwa dreimal pro Woche zehn bis 20 Sekunden aus.

 

Sitzbäder machen stressimmun

Das Stresshormon Cortisol sorgt unter anderem dafür, dass unsere Zellen schneller altern. Aber mithilfe eines kühlen Wasserbads können wir den Körper gegen Stressauslöser immunisieren. Dafür mindestens dreimal pro Woche den Körper durch ein kaltes Sitzbad (15 bis 18 Grad Celsius) für höchstens eine Minute unter Stress setzen. Nach im Schnitt vier Monaten tritt nachweisbar eine Wirkung ein.

 

Ein kaltes Wasserbad im Gesicht verjüngt um 7,5 Jahre

Im Gesicht wirkt ein kaltes Wasserbad besonders gut. Der Grund: Etwa die Hälfte der rund 300.000 Kälterezeptoren des Körpers befinden sich hier. Durch den Kontakt mit Wasser zwischen 10 und 15 Grad Celsius entsteht schon nach wenigen Millisekunden auf der Haut ein Kälteschock. Die erste Reaktion: Die feinen Blutgefäße im Gesicht ziehen sich zusammen, das Blut wird rasch zurückgedrängt.

Meersalz gegen Krampfadern
Ein Wasserbad mit Meersalz entschlackt, lindert Entzündungen, strafft und verjüngt die Haut© Fotolia

Aber durch eine mechanische Reaktion strömt das Blut wieder zurück. Folge: eine stark verbesserte Durchblutung. Trinken Sie nach dem Gesichtsbad einen Liter Mineralwasser, wird der Effekt noch verstärkt: Die Faltentiefe der Haut nimmt für mehrere Stunden ab. Das Gesicht wirkt im Schnitt etwa 7,5 Jahre jünger.

 

Ein Wasserbad mit Meersalz hält die Haut jung

Ein Wasserbad mit Meersalz entschlackt, lindert Entzündungen, strafft und verjüngt die Haut. Aber auch bei Neurodermitis oder Schuppenflechte verschafft es Linderung. Für ein Bad 30 bis 80 Gramm Meersalz pro Liter in warmem Wasser auflösen. Dadurch gibt das Salz seine wertvollen Inhaltsstoffe an das Badewasser ab, die tief in die Haut eindringen können. Baden Sie 15 bis 20 Minuten bei 28 bis 38 Grad Celsius. Duschen Sie sich anschließend kurz lauwarm ab, um die Poren zu schließen. Ruhen Sie sich anschließend eine Stunde aus, damit das Bad nachwirken kann.

Wechselduschen helfen bei Frühjahrsmüdigkeit
Es kostet anfangs Überwindung. Aber der Wachmach-Effekt ist so überzeugend, dass Sie Wechselduschen bald nicht mehr missen möchten© Fotolia
 

Wechselbäder bauen Entzündungen ab

Die Arme für drei Minuten in ein Wasserbad mit 38 Grad Celsius warmem Wasser legen. Dann für 30 Sekunden in 19 Grad kühles Wasser eintauchen. Dieses Wechselbad dreimal wiederholen (also mit dem kühleren Armbad beenden). Effekt: Das Lymphsystem wird angeregt und Entzündungsstoffe werden schneller aus dem Körper ausgeschwemmt. Die Anwendung hilft außerdem bei Erschöpfungszuständen, Dauermüdigkeit, Durchblutungsstörungen, Kopfschmerzen und Krampfadern.

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