Veränderter Harndrang: Ursachen abklären und behandeln

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Diagnose
  4. 4. Behandlung
  5. 5. Vorbeugung
  6. 6. Das sagt der Experte

Vorübergehend häufiger Harndrang ist unangenehm, aber meist unproblematisch. Sind Harnmenge und Blasenschwäche dagegen über einen längeren Zeitraum verändert, sollte ein Arzt die Harndrang-Ursachen abklären.

 

Häufiger Harndrang: Ursachen erkennen

Häufiger Harndrang kann vielfältige Ursachen haben:

Harndrang durch Alkohol und Kaffee
Neben Erkrankungen wie Diabetes und Herzinsuffizienz können auch Kaffee und Alkohol einen vermehrten Harndrang hervorrufen© Fotolia
 

Vermehrter Harndrang durch Alkohol und Kaffee

Auch Alkohol und Kaffee sowie entwässernde Medikamente (Diuretika) kommen als Harndrang-Ursache infrage. Schwangere Frauen müssen oft häufiger zur Toilette, wenn das ungeborene Kind auf die Blase drückt. Eine schwache Beckenbodenmuskulatur kann bei starkem Harndrang dazu führen, dass der Urin nicht in der Blase gehalten werden kann (Harninkontinenz).

 

Krankheiten als Harndrang-Ursache

Neben diesen eher harmlosen Harndrang-Ursachen können auch Erkrankungen hinter der Blasenschwäche stecken, zum Beispiel:

  • schlecht oder nicht eingestellter Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Diabetes insipidus (Störung des ADH-Haushalts - ein Harndrang regulierendes Hormon - die zur Folge hat, dass sehr große Mengen an Urin ausgeschieden werden)
  • Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
  • akutes Nierenversagen
  • Tumoren in der Blase oder den Harnwegen
 

Weitere mögliche Harndrang-Ursache: Wassereinlagerungen

Wassereinlagerungen im Gewebe sind eine weitere mögliche Harndrang-Ursache. Manchmal kann die Blase nicht mehr so viel Flüssigkeit aufnehmen wie früher, zum Beispiel wenn der Urin längere Zeit über einen Schlauch (Katheter) aus der Blase abgeleitet wurde oder bei anhaltenden (chronischen) Blasenentzündungen. Mediziner sprechen dann von einer „Schrumpfblase“.

Bei Harnverhalt oder einer sehr geringen Harnmenge (Anurie) sollten Betroffene sofort zum Arzt gehen, da hier ernsthafte Erkrankungen zugrunde liegen können, die möglichst schnell behandelt werden müssen.

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