Vanille macht glücklich

Vanilleschoten
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Vanille-Duft weckt positive Gefühle

Schon ein Hauch genügt, um die feinen Riechzellen der Nase in Aufregung zu versetzen. Das ist der süße Duft von Vanille. "Es gibt Düfte, die werden universell und länderübergreifend positiv wahrgenommen", erklärt Geruchsforscher Hanns Hatt von der Ruhr-Universität Bochum das Vanille-Phänomen. Woran das liegt? Hauptsächlich an der harmonischen Komposition aus fast 200 natürlichen Einzelsubstanzen. Sie machen das Gewürz nach Safran auch zum zweitteuersten Geschmacksgeber überhaupt. Ob in Parfüms, Duftkerzen oder Speisen: Vanille ist ein echter Superstar. Nicht nur im Winter. Im Sommer schlecken wir am liebsten Vanilleeis – weil es positive Gefühle weckt . Dabei hat eine frische Vanilleschote so gut wie keinen Geruch und Geschmack. Erst durch eine langwierige Verarbeitung werden die Aromastoffe freigesetzt. Im Schnitt sind dafür 180 Handgriffe nötig. Das erklärt auch den hohen Preis echter Vanille: Zwischen 300 und 500 Euro kostet das Kilo für den Endverbraucher.

 

Vanille gegen Depressionen

Beliebt ist bei Europäern vor allem die Bourbon-Vanille, eine spezielle Sorte mit hohem Vanillin-Anteil. Der Inhaltsstoff der Vanilleschote Vanillin wirkt stimmungsaufhellend und beruhigt die Nerven. Deshalb werden die Schoten oft bei depressiven Verstimmungen und Angstzuständen eingesetzt. Außerdem hemmt Vanille Entzündungen und stillt Schmerzen. Bei Stress, depressiven Verstimmungen oder Schlafstörungen entspannt ein duftendes Bad: einige Tropfen Vanilleöl (Apotheke) ins warme Wasser geben, 15 Minuten baden – und genießen.

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