Vampir-Lifting: Alles zu Ablauf, Wirksamkeit und Kosten

Redaktion PraxisVITA

Durch ein Vampir-Lifting können Sie Ihre Haut verjüngen, Falten mildern oder auch Narben behandeln lassen. Die Prozedur gilt als besonders gut verträglich und führt zu einer Ankurbelung der Wachstumsprozesse in der Haut. 

Inhalt
  1. Was ist das Vampir-Lifting?
  2. Wann wird die Vampir-Lifting-Methode angewendet?
  3. Vampir-Lifting: Ablauf der Behandlung
  4. Wirksamkeit: Wann sieht man Ergebnisse?
  5. Vor- und Nachteile des Vampir-Liftings
  6. Vampir-Lifting: Die Kosten
  7. Fazit: Vampir-Lifting
 

Was ist das Vampir-Lifting?

Beim Vampir-Lifting wird die Haut durch die Behandlung mit eigenem Blutplasma angeregt, sich zu regenerieren und neue Zellen zu bilden. Durch die Bildung von Elastin und Kollagen ist meist schon nach kurzer Zeit eine Verbesserung der Hautstruktur zu erkennen. Das Ergebnis ist eine Verminderung von Falten, die Regeneration von Narbengewebe und eine glattere Hautoberfläche.

Das Vampir-Lifting wird auch als PRP-Behandlung bezeichnet und steht für Platelet-Rich-Plasma – konzentriertes Blutplasma oder Thrombozyten, die jede Menge Wachstumsfaktoren besitzen.

 

Wann wird die Vampir-Lifting-Methode angewendet?

Die Prozedur kann im Gesicht, Hals und Dekolleté durchgeführt werden. Aber auch am Körper kann PRP genutzt werden, wie zum Beispiel bei Narben, die durch Verletzungen entstanden sind, oder im Bereich der Kopfhaut, um den natürlichen Haarwuchs anzuregen. Allgemein ist die Behandlung als Prävention gegen Hautalterung aber auch zur Verbesserung der Elastizität und Faltenminderung reiferer Haut geeignet.

Dabei sollte allerdings beachtet werden, dass das Vampir-Lifting einen nicht so stark straffenden Effekt wie ein operatives Lifting hat. Dennoch ist diese Methode gut für eine sanfte Glättung der Gesichtskonturen. 

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Vampir-Lifting: Ablauf der Behandlung

Vor dem Vampir-Facial werden zuerst etwa 20 Milliliter Blut abgenommen. Dieses Blut wird mit einem speziellen Gerät zentrifugiert. Das heißt, bestimmte Bestandteile des Blutes separieren sich voneinander. Diese Bestandteile sind rote Blutkörperchen und Blutplasma – auch PRP genannt. Aus dem entnommenen Blut können am Ende in etwa fünf Milliliter PRP für das Vampir-Lifting genutzt werden.

Nun wird das vorbereitete Blutplasma in die Haut gespritzt. Oft wird bei diesem Step auch eine leichte Betäubungscreme angewendet.

Dauer: Die Behandlung mit Blutabnahme, Vorbereitung des Blutes und Einspritzen dauert etwa 30 bis 60 Minuten. Im Anschluss wird meistens eine beruhige Maske oder Creme auf die Haut aufgetragen, um die Rötung einzudämmen. Die ersten zwei Tage nach der Behandlung sollte kein Sport gemacht und auf Saunagänge sowie Sonnenbäder verzichtet werden.

 

Wirksamkeit: Wann sieht man Ergebnisse?

Bereits zwei bis vier Wochen nach der Behandlung zeigen sich erste Ergebnisse durch das Vampir-Lifting: Die Haut regeneriert sich auf kleinster Zellebene und die Neubildung von Kollagen setzt schrittweise ein.

Je nach Alter und Hautzustand kann der Effekt schon nach einer Behandlung ausreichend sein. Sollten Sie mit dem Ergebnis noch nicht zufrieden sein, müssen weitere Behandlungen durchgeführt werden. Allgemein wird empfohlen, die Anwendung bis zu dreimal im Jahr durchzuführen, um das Maximum an Wirksamkeit aus der PRP-Behandlung herauszuholen. Danach soll eine Blutplasma-Injektion pro Jahr als Auffrischung genügen, um den Erfolg der Prozedur beizubehalten. Im Durchschnitt hält der positive Einfluss durch ein Vampir-Lifting etwa 12 bis 18 Monate.

 

Vor- und Nachteile des Vampir-Liftings

Ein Vorteil der PRP-Therapie ist aber definitiv, dass nicht invasiv eingegriffen werden muss, wie beispielsweise bei einem Facelift. Die Behandlung ist nach wenigen Einstichen erledigt. Zudem ist die Methode komplett natürlich und es werden keine körperfremden Substanzen in die Haut eingeschleust – ausschließlich das körpereigene Blutplasma. Daher ist die Behandlung sehr gut verträglich und besitzt bei korrekter und medizinischer Anwendung wenige Nebenwirkungen.

Nachteile der Behandlung sind zum einen, dass sich nach der Behandlung Rötungen, Schwellungen und Blutergüsse an den Einstichstellen bilden können, die meist innerhalb weniger Tage abklingen. Hinzu kommt, dass die PRP-Behandlung bei bestimmten Personen nicht angewendet werden darf. Dazu zählen Schwangere aber auch Personen, die durch Blut übertragbare Krankheiten besitzen oder Patienten mit Hauterkrankungen wie Schuppenflechte oder Neurodermitis. Ein weiterer Faktor ist die Wartezeit, bis der gewünschte regenerierende Effekt einsetzt: Dies kann einige Tage, meistens aber eher ein paar Wochen dauern – man sollte also etwas Geduld mitbringen.

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Vampir-Lifting: Die Kosten

Pro Einheit, die eingespritzt wird, kostet die Behandlung zwischen 250 und 450 Euro. Die Behandlung führen Hautärzte, ästhetische Kliniken, Heilpraktiker und Beauty-Institute durch.

Wichtig: Die Prozedur sollte von einem Arzt durchgeführt werden, der Erfahrung mit der PRP-Anwendung hat. Vor allem im Gesichts- und Augenbereich muss sehr vorsichtig gespritzt werden, damit keine Blutergüsse und Verletzungen entstehen. Die Behandlung gehört daher in die Hände eines Spezialisten mit medizinischem Hintergrund.

Im professionellen Bereich gibt es vor dem Vampir-Facial ein Beratungsgespräch und eine Aufklärung über mögliche Risiken – darauf sollten Sie bei der Wahl ihres Arztes achten. Ebenso müssen bei der Behandlung höchste medizinische Standards herrschen. Nach dem Einspritzen sollte zudem eine beruhigende, kühlende Maske aufgetragen werden.

 

Fazit: Vampir-Lifting

Wenn Sie keine Operation in Erwägung ziehen, Ihr Hautzustand aber dennoch positiv beeinflusst werden soll, ist das Vampir-Lifting eine gute Option. Durch die Verwendung des körpereigenen Blutplasmas wird die Gefahr auf mögliche Unverträglichkeiten des Wirkstoffes oder das Einbringen anderer chemischer Substanzen minimiert.

Somit kann das PRP-Lifting als natürliche Prozedur bezeichnet werden. Gleichzeitig bringt die Behandlung gute Erfolge bei fast allen Hauttypen und wird daher nicht nur im Gesicht, sondern auch in vielen anderen Körperbereichen angewendet: So können mit dem Plasma nicht nur Fältchen am Hals oder Dekolleté sanft verbessert werden. Das PRP-Lifting kann auch für eine Verminderung von Bindegewebsrissen, Cellulite oder schlaffer Haut an den Händen eingesetzt werden.

Quelle:  
dermedis. Fachzentren für ästhetische Hautbehandlungen

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