Ursachen für Magnesiummangel

Mona Trautmann
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Ursachen für Magnesiummangel gibt es viele – um das Mineralstoffdefizit zu behandeln, ist es wichtig, den Auslöser zu kennen.

Mögliche Ursachen für Magnesiummangel sind eine verminderte Aufnahme über die Nahrung, die gestörte Magnesiumresorption durch Krankheiten und erhöhter Bedarf des Mineralstoffs wegen besonderer Lebensumstände (Schwangerschaft oder Medikamenteneinnahme).

Schwitzende Joggerin mit Wasserflasche
Viele Sportler haben einen erhöhten Bedarf und sind anfällig für einen Magnesiummangel© Schwitzende Joggerin mit Wasserflasche

Anfällig für einen Magnesiummangel sind:

  • Alkoholiker: Bereits ab einem Wert von 0,5 Promille im Blut verliert der Körper Magnesium. Grund dafür ist die entwässernde Wirkung von Alkohol.
  • Ältere Menschen: Appetitlosigkeit und eine damit verbundene zu geringe Mineralstoffaufnahme sind eine häufige Ursache für Magnesiummangel bei älteren Menschen.
  • Diabetiker: Typ-2-Diabetiker leiden häufig an Magnesiummangel, da als Folge des erhöhten Blutzuckerspiegels vermehrt Urin und damit auch Magnesium ausgeschieden wird.
  • Kinder und Jugendliche: Im Wachstum ist der Magnesiumbedarf erhöht.
Vater misst kleinen Jungen
Einseitige Ernährung und erhöhter Bedarf durch Wachstum sind häufige Ursachen für Magnesiummangel bei Kindern© iStock/
  • Krebspatienten: Appetitlosigkeit und durch eine Chemotherapie verursachtes Erbrechen können Magnesiummangel verursachen.
  • Personen, die unter einer Essstörung mit Erbrechen (Bulimie) leiden: Durch das Erbrechen verliert der Körper Elektrolyte – unter anderem Magnesium.
  • Menschen, die unter einer schweren Magen-Darm-Erkrankung leiden. Dazu gehören das Reizdarmsyndrom und chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Ursachen für den Magnesiummangel sind hoher Flüssigkeitsverlust bei Durchfall und eine eingeschränkte Magnesiumresorption über die Darmschleimhaut.
  • Menschen, die eine Fastenkur machen: In diesem Fall ist die Ursache für Magnesiummangel eine zu geringe Aufnahme des Mineralstoffs.
  • Personen, die unter hormonellen Erkrankungen leiden wie zum Beispiel an einer Nebenschilddrüsenüberfunktion. Bei dieser Krankheit scheidet der Körper vermehrt Magnesium über den Urin aus.
Schwangere Frau isst Salat in der Küche
Viele Schwangere können ihren erhöhten Magnesiumbedarf nicht über die Ernährung decken © iStock/mihailomilovanovic
  • Schwangere und stillende Frauen: Die Mutter muss nicht nur für den eigenen, sondern auch für den Magnesiumhaushalt des Kindes sorgen. Das Risiko für einen Mangel ist bei schwangeren und stillenden Frauen deshalb erhöht.
  • Sportler: Mit jedem Liter Schweiß verliert der Körper 36 Milligramm Magnesium. Auch die größere Muskelmasse und höhere Beanspruchung der Muskeln bei Sportlern ist eine mögliche Ursache für Magnesiummangel.
  • Personen, die unter Stress leiden: Körperlicher und seelischer Stress können Magnesiummangel verursachen. In stressigen Situationen schüttet der Körper vermehrt Adrenalin aus, was unter anderem für erhöhten Blutdruck sorgt. Zugleich wird mehr Magnesium ausgeschüttet – das Risiko eines Mangels steigt.
  • Menschen, die bestimmte Medikamente einnehmen: Magensäureblocker können einen Magnesiummangel verursachen. Die Ursachen dafür sind noch nicht geklärt, vermutet wird jedoch eine Störung des Transports von Magnesium im Darm. Auch Diuretika (wassertreibende Mittel) fördern die Ausscheidung von Magnesium und können Ursache eines Mangels sein.
 

Ursachen für Magnesiummangel führen erst spät zu Symptomen

In den meisten Fällen führen die Ursachen für Magnesiummangel erst nach einigen Jahren zu Symptomen. Menschen, die einen erhöhten Bedarf haben, sollten verstärkt auf eine ausreichende Magnesiumzufuhr achten, um einem Mangel vorzubeugen.

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