Uniklinik Freiburg: Keime auf der Frühchen-Station

Ein Frühchen liegt im Brutkasten
In der Freiburger Uniklinik wurden gefährliche Keime auf einer Intensivstation für Frühgeborene entdeckt © Fotolia

Auf der Intensivstation für Frühgeborene des Universitätsklinikums Freiburg sind Keime vom Typ Serratia marcescens aufgetreten – zwei der Babys sind Medienberichten zufolge infiziert.

Laut Angaben der Klinik schwebt keines der Frühchen in Lebensgefahr. Das Klinikum eröffnete vorübergehend eine zweite Intensivstation für Frühgeborene, um eine Ausbreitung der Keime zu vermeiden.

Viele Menschen tragen das Bakterium Serratia marcescens im Darm – bei gesunden Menschen stellt es keine Gefahr dar. Doch für schwache Frühgeborene kann der Darmkeim lebensbedrohlich werden.

 

Frühchen müssen noch einige Monate im Krankenhaus bleiben

Bereits Anfang Oktober war die erste Infektion eines Neugeborenen in der Klinik mit Serratia marcescens aufgetreten. Mittlerweile ist das Kind geheilt und wurde entlassen. In der Zwischenzeit wurden die Keime bei sechs weiteren Babys zwar nicht im Blut, aber auf der Haut nachgewiesen. Diese Woche konnten sie dann im Blut von zwei Neugeborenen festgestellt werden.

Die Darmbakterien sind nicht antibiotikaresistent und lassen sich gut behandeln. Bis alle Neugeborenen aus der betroffenen Intensivstation entlassen und die Ersatzstation wieder geschlossen werden kann, wird allerdings noch einige Zeit vergehen – die Ärzte des Klinikums rechnen mit einem Zeitpunkt deutlich nach Weihnachten.

Wie Sie sich am besten vor Keimen im Krankenhaus schützen können, erfahren Sie hier.

Hamburg, 6. November 2015

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