Unerwartete Gefahrenquelle: Toxischer Schock durch Bio-Tampon

Rieke Heinze

Ein alltäglicher Hygienartikel führt zu einer Blutvergiftung. Ein Bio-Tampon ist für den Krankenhausaufenthalt einer 33-jährigen Amerikanerin verantwortlich. Wie konnte das passieren? 

Unerwartete Gefahrenquelle: Sepsis durch Bio-Tampon
Foto:  galitskaya/iStock

Kopfschmerzen, Müdigkeit und Erschöpfung - mit diesen Symptomen begann die erschreckende Geschichte von Kristina Makris, die mit einer OP, einem Aufenthalt auf der Intensivstation und Angst vor der Benutzung von Tampons endete. 

Die junge Frau aus Massachusetts erlebte grippeähnliche Symptome und berichtet von Fieber, Schüttelfrost, häufigem Übergeben und einem Hautausschlag auf dem rechten, inneren Oberschenkel. Erst als sich Kopfschmerzen und körperliches Befinden verschlimmerten, suchte sie auf das Drängen ihrer Mutter hin einen Arzt auf, wurde aber mit Verdacht auf Grippe nach Hause geschickt. 

Ein Fehler; denn die vermeintliche Grippe-Erkrankung war in Wirklichkeit ein toxischer Schock. Der Auschlag auf ihrem Oberschenkel hatte sich zu einer Blutvergiftung verschlimmert und nur eine Notpoeration konnte das Bein durch Entfernen des infizierten Gewebes retten. Ausgelöst wurde der medizinische Notfall durch die Verwendung eines alltäglichen und grundsätzlich nicht mit Gesundheitsrisiken belasteten Produkts: eines Bio-Tampons, welches Kristina Makris zwei Wochen zuvor das erste Mal benutzt hatte. Dieses besondere Tampon besteht zu 100% aus Bio-Baumwolle und ist frei von Pestiziden.  

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Die ungewöhnlich trockenen Tampons verletzten vermutlich beim Herausziehen aus der Vagina die Schleimhäute und die so entstandenen, kleinen Verletzungen der Schleimhaut stellten ein hohes Infektionsrisiko dar, welches sich schließlich als verwantwortlich für die schlimme Erkrankung der jungen Frau herausstellte. Auch wenn Tampons normalerweise nicht derartige Verletzungsgefahren mit sich bringen, sollten sie dennoch mit Vorsicht genutzt werden. Jeder Tampon birgt eine gesteigerte Infektionsgefahr, wenn er länger als in der Pasckungsbeilage beschrieben, in Benutzung ist. 

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