Unerwartete Gefahrenquelle: Sepsis durch Bio-Tampon

Rieke Heinze

Ein alltäglicher Hygienartikel führt zu einer Sepsis. Ein Bio-Tampon ist für den Krankenhausaufenthalt einer jungen Amerikanerin verantwortlich. Wie konnte das passieren? 

Unerwartete Gefahrenquelle: Sepsis durch Bio-Tampon
© galitskaya/iStock

Kopfschmerzen, Müdigkeit und Erschöpfung - mit diesen Symptomen begann die erschreckende Geschichte einer amerikanischen Frau, die mit einer OP, einem Aufenthalt auf der Intensivstation und einem Trauma vor der Benutzung von Tampons endete. 

Die junge Frau erlebte die Symptome einer Grippe und war daher zuerst nicht weiter um ihren Gesundheitszustand besorgt. Als sich Kopfschmerzen und ihr körperliches Befinden nur verschlimmerten, suchte sie einen Arzt auf, wurde aber mit Verdacht auf Grippe nach Hause geschickt. 

Ein Fehler; denn die vermeintliche Grippe-Erkrankung war in Wirklichkeit ein toxischer Schock, der in einer Blutvergiftung und einer Notoperation endete. Nur knapp konnten die Ärzte ihr Leben retten. Ausgelöst wurde der medizinische Notfall durch die Verwendung eines alltäglichen und grundsätzlich nicht mit Gesundheitsrisiken belasteten Produkts: eines Bio-Tampons, welches Kristina Makris zwei Wochen zuvor das erste Mal benutzt hatte. Dieses besondere Tampon besteht zu 100% aus Bio-Baumwolle und ist frei von Pestiziden.  

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Die ungewöhnlich trockenen Tampons verletzten vermutlich beim Herausziehen aus der Vagina die Schleimhäute und die so entstandenen Mikrofissuren stellten ein hohes Infektionsrisiko dar, welches sich schließlich als verwantwortlich für die schlimme Erkrankung der jungen Frau herausstellte. Auch wenn Tampons normalerweise nicht derartige Verletzungsgefahren mit sich bringen, sollten sie dennoch mit Vorsicht genutzt werden. Jeder Tampon birgt eine gesteigerte Infektionsgefahr, wenn er zu lange nicht gewechselt wird. 

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