Übelkeit nach dem Sport: Das sind die möglichen Ursachen

Redaktion PraxisVITA

Übelkeit nach dem Sport kann Anfänger wie Profis gleichermaßen treffen. Dabei kann das plötzliche Unwohlsein bis hin zum Erbrechen eine ganze Reihe von Gründen haben.

Inhalt
  1. Übelkeit nach dem Sport: Nicht nur bei Sportanfängern
  2. Ursachen für Übelkeit nach dem Sport
  3. Was Sie gegen Übelkeit nach dem Sport tun können
  4. Übelkeit nach Sport: Fazit

Eigentlich sollten wir uns während und nach dem Training ja ganz wunderbar fühlen. Manchmal macht sich aber statt dem Endorphinschub ein ganz anderes Gefühl breit: Übelkeit nach dem Sport. Und das ist so ziemlich das Gegenteil des gewünschten Effekts. Es wird einem schlecht, man möchte sich am liebsten übergeben oder muss das tatsächlich tun. Doch was hat es mit der Übelkeit auf sich und wie kann man sie verhindern?

 

Übelkeit nach dem Sport: Nicht nur bei Sportanfängern

Dass vor allem Anfängern beziehungsweise untrainierten Personen beim Training schlecht wird, sei ein Mythos, erklärt Sportmediziner Brian Babka gegenüber "Health.com”: “Von Trainingsbeginnern bis hin zu Olympioniken oder Ausdauerathleten – trainingsinduzierte Übelkeit kann jeden treffen”. Es gehe also nicht darum, wie gut die Kondition der Person sei, so der Arzt. Gestützt wird diese Annahme auch durch eine Studie, die 2001 in “Appetite” veröffentlicht wurde.

 

Ursachen für Übelkeit nach dem Sport

Schuld an der Übelkeit nach dem Sport ist laut Experten ganz allgemein die Verdauung des Menschen. Konkret gesagt: Sport und Training haben einen Einfluss auf den Magen-Darm-Trakt – und der sorgen für Übelkeit. Der Grund dafür liegt in der Blutzirkulation. Bei einem Workout werden die beanspruchten Muskeln vermehrt mit Blut versorgt – ebenso wie beanspruchte Organe wie Herz, Lunge und Gehirn. Einer bekommt allerdings weniger Blutzufuhr – nämlich der Magen. Dieser reagiert darauf, in dem er die Verdauungsprozesse quasi pausiert. Der Mediziner Dr. Michael Richardson beschreibt dies gegenüber “Health.com” mit einem Verweis auf die Urinstinkte des Menschen: So sei die Verdauung eher sekundär, wenn der Mensch gerade von einem Bären weglaufen müsse. Konkreter gesagt heißt das, dass der Körper Prioritäten setzt – wenn etliche Muskeln und Organe gerade schwer schuften müssen, hat die Verdauung also das Nachsehen.

Dass einem dann tatsächlich übel wird, kann viele direkte Gründe haben:

  • Voller Magen und Überwässerung durch Sport

Wesentlich ist der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme vor dem Sport – und was man gegessen hat. Die meisten Menschen wissen, dass man vor dem Training nichts essen sollte. Allerdings kommt es auch darauf an, was man gegessen hat. Fettige Speisen und proteinreiche Nahrung kann doppelt so lange wie leichtere Kost brauchen, um vom Körper verdaut zu werden.

Dass man nicht dehydriert trainieren soll, ist allgmein bekannt. Allerdings ist es ebenso problematisch, überhydriert zu sein. Zu viel Flüssigkeit verwässert nämlich den Elektrolythaushalt. Auch das kann zu Übelkeit nach dem Sport führen. 

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  • Unterzuckerung während des Trainings

Wer an Übelkeit nach dem Sport leidet, kann dies auch durch eine Hypoglykämie – also Unterzuckerung – bedingt sein. Zucker ist für den Körper lebensnotwendig, bei intensiver körperlicher Betätigung wird er umso schneller aufgebraucht. Wird dann kein Zucker nachgeliefert, sinkt der Blutzuckerspiegel – und der Körper reagiert mit Übelkeit oder Zittern. Genau aus diesem Grund ist eine kohlenhydratreiche Mahlzeit mit genügend Abstand zum Training wichtig.

  • Bluthochdruck beim Ausdauersport

Hypertonie-Patienten – also Menschen mit hohem Blutdruck – wird empfohlen, mit Ausdauersport ihren Blutdruck langfristig zu senken. Kurzfristig kann es jedoch zu dem gegenteiligen Effekt kommen: Der Blutdruck steigt an, dem Trainierenden wird übel. In diesem Fall sollte der Trainingsplan leicht modifiziert werden. Kommen andere Beschwerden zur Übelkeit nach dem Sport hinzu – zum Beispiel Herzrasen – sollte man das Training abbrechen und einen Arzt konsultieren.

  • Körperliche Überlastung

Auch eine Überlastung des Körpers kann zu Problemen mit dem Magen-Darm-Trakt führen. Wer sich also beim Sport völlig verausgabt und seinen Körper überstrapaziert, läuft eher Gefahr, an Übelkeit nach dem Sport zu leiden.

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Was Sie gegen Übelkeit nach dem Sport tun können

Das Wichtigste ist immer, auf die Signale seines Körpers zu hören. Trinken Sie vor und während dem Sport ausreichend Wasser – aber auch nicht zu viel. Trainieren Sie nicht mit gänzlich leerem, aber auch nicht mit vollem Magen. Übertreiben Sie es nicht mit der Belastung, tasten Sie sich langsam an ihre persönlichen Fitnessziele heran. Und zögern Sie im Zweifelsfall nicht, einen Arzt aufzusuchen.

 

Übelkeit nach Sport: Fazit

Übelkeit nach dem Sport mag unangenehm sein. Kommt sie allerdings nur selten vor und geht nicht mit anderen Symptomen einher, ist sie noch kein Grund zur Besorgnis. Treten aber zusätzlich weitere Symptome auf (wie zum Beispiel Fieber, Brustschmerzen oder verfärbter Urin), sollte ein Arzt die Beschwerden abklären, sodass gegebenfalls eine Behandlung gegen die Übelkeit nach dem Sport erfolgt.

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