Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfe: Ursache Lebensmittel-Vergiftung?

Bauchschmerzen bei Lebensmittelvergiftung
Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen können Symptome einer Lebensmittelvergiftung sein. Kommen Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen hinzu, gehen Sie unbedingt zum Arzt! © Fotolia

Mit unseren Tipps schützen Sie sich davor, sich den Magen zu verderben!

Wir sehen sie nicht, wir fühlen sie nicht, wir schmecken sie nicht – doch wenige Stunden nach dem Verzehr von Spaghetti Bolognese merken wir, was wir da mit dem Mittagessen noch zu uns genommen haben: Gefährliche Bakterien, die unser Körper mit Durchfall und Erbrechen schnellstmöglich wieder loswerden will.

Normalerweise ist unser Immunsystem in der Lage, feindliche Mikroorganismen abzuwehren. Doch wenn riesige Armeen von Erregern über das Essen in den Körper eindringen, hat unsere Abwehr keine Chance. Bei 20 Grad dauert es nur drei Stunden, bis aus zehn Salmonellen 5000 geworden sind. Deshalb wird der Verzehr von Tiramisu, Hackgerichten und Salaten im Restaurant zur echten Vertrauensfrage. Denn wir wissen nicht, wie lange das Gericht vor oder während der Zubereitung ungekühlt gewesen ist. 200 000 Fälle von Lebensmittelvergiftungen registriert das Robert-Koch-Institut jährlich, die Dunkelziffer liegt bis zu 20-mal höher.

Halten die Beschwerden wie Durchfall,  Erbrechen und Bauchkrämpfe länger als zwei Tage an, kommen Fieber, Blut im Stuhl, Kopf- und Gliederschmerzen dazu – unbedingt zum Arzt! Bei nachlassendem Harndrang und starkem Krankheitsgefühl gleich ins Krankenhaus! Es droht akutes Nierenversagen und damit Lebensgefahr!

Gerichte mit Hack

Hack vom Kühlschrank aus direkt in die Pfanne geben und nach der Zubereitung sofort verzehren. Auf Spaghetti Bolognese im Restaurant im Sommer am besten verzichten.

Rohmilchkäse

Da bei Brie, Camembert und Co. die Milch nicht über 40 °C erhitzt wurde, können Listerien und EHEC-Bakterien überleben – besonders für Schwangere und Kleinkinder eine echte Gefahr!

Frischer Fisch

Im Sommer auf keinen Fall Sushi essen! Beim Fisch-Einkauf auf die Einhaltung der Kühlkette achten: Fisch in der Kühltasche transportieren und im Kühlschrank unten auf der Glasplatte lagern.

Eier

Für Eierspeisen höchstens sechs Tage alte Eier nehmen – so lange haben diese einen Eigenschutz vor Salmonellen, ab dem siebenten Tag vermehren sich die Keime im Ei rasant!

Geflügel

Nur wenn Geflügel vollständig durchgegart ist, werden Salmonellen abgetötet. Deshalb der Brathendl-Test: Ist das Fleisch am Knochen noch rötlich, ist es noch nicht durch.

Salat

Keimfalle Salattheke: Fertigsalate im Handel und in Restaurants werden oft zu warm gelagert und nicht richtig gewaschen. Lieber selbst machen! Essigsoßen töten Erreger ab.

Muscheln

Mindestens zehn Minuten lang kochen, damit mögliche Erreger abgetötet werden. Muscheln, die sich nach dem Kochen nicht geöffnet haben, niemals essen! Sie können giftig sein!

Rohes Fleisch

Mettbrötchen und Tartar verwandeln sich ab 20 Grad zu Bakterien-Bomben. Das Steak ganz durchbraten, nur so werden Keime abgetötet.

Tiramisu

Kalte Desserts, die aus rohen Eiern gemacht werden, sind hochempfindlich gegenüber Wärme. Nicht länger als 5 Min. auf den Tisch stellen. Danach sofort in den Kühlschrank!

Pilze

Keine in Plastik eingeschweißten Pilze kaufen! Champignons & Co. vergammeln dadurch schneller – was häufig gar nicht zu erkennen ist. Dabei werden gefährliche Giftstoffe freigesetzt.

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