Übelkeit behandeln: So geht es richtig

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung

Häufig bedarf Übelkeit keiner bestimmten Behandlung, sondern klingt nach einer Weile von selbst wieder ab. In welchen Fällen man aber doch Übelkeit behandeln sollte und was hilft, erfahren Sie hier.

Meist ist Übelkeit nur vorrübergehend und benötigt dann keine Behandlung. Jedoch ist es wichtig, den jeweiligen Auslöser zu kennen und ihm nach Möglichkeit entgegenzuwirken. Tritt die Übelkeit beispielsweise als Nebenwirkung eines Medikaments auf, kann es sinnvoll sein, in Absprache mit dem Arzt die Dosis zu senken oder ein alternatives Präparat zu einzunehmen.

 

Medikamente gegen Übelkeit

Bei starken Beschwerden stehen auch einige Medikamente sogenannte Antiemetika, mit denen sich Übelkeit behandeln lässt. Gegen Reisekrankheit werden zum Beispiel Antihistaminika (Dimenhydrinat, Meclozin) und Anticholinergika (Scopolamin) eingesetzt. Übelkeit durch Magenerkrankungen lässt sich zum Beispiel mit Dopaminantagonisten (Metoclopramid, Domperidon) behandeln, und gegen Übelkeit als Nebenwirkungen einer Chemotherapie haben sich Glukokortikoide (Betamethason, Dexamethason) bewährt. Die verschiedenen Medikamente werden je nach Wirkstoff als Tabletten, Infusionen, Zäpfchen oder Pflaster verabreicht.

Übelkeit
Ingwer ist ein vielfältiges Hausmittel – damit lässt sich auch Übelkeit behandeln© Fotolia

Die Wirkstoffe, mit denen sich Übelkeit behandeln lässt, haben jedoch alle gewisse Nebenwirkungen, sodass sie nur bei starker Übelkeit und Erbrechen sinnvoll sind. Ein leichtes Unwohlsein können Sie normalerweise mit einfachen Mitteln in den Griff bekommen.

 

Übelkeit behandeln: Die besten Tipps

  • Stress, Verspannungen und Nervosität können Übelkeit auslösen oder verstärken. Mit verschiedenen Entspannungsübungen – zum Beispiel autogenes Training oder progressive Muskelentspannung – können Sie entgegenwirken.
  • Verzichten Sie auf Kaffee, Alkohol und Zigaretten, wenn Ihnen übel ist. Auch wenn es schwer fällt – diese Genussmittel reizen den Magen noch mehr.
  • Um Übelkeit behandeln zu können, sind Kräutertees sinnvoll. Dies gilt vor allem, wenn das Unwohlsein auf eine Magenverstimmung zurückgeht. Tees mit Kamille, Pfefferminze, Fenchel, Kümmel, Baldrian, Anis und Kombinationen dieser Wirkstoffe können helfen, Magen und Darm zu beruhigen.
  • Auch bestimmte Tropfen und Tinkturen mit pflanzlichen Inhaltsstoffen können bei Übelkeit und Magenschmerzen hilfreich sein. Lassen Sie sich hierzu am besten von Ihrem Apotheker beraten.
  • Ein hilfreiches Naturheilmittel bei Übelkeit und Brechreiz ist Ingwer. Der Ingwer-Wirkstoff ist in Form von Kapseln und Tropfen erhältlich, Sie können die Knolle aber auch als Gewürz nutzen oder einen Tee mit frischem Ingwer aufbrühen.
  • In der Schwangerschaft sollten Sie auf Ingwer verzichten. Schwangerschaftsübelkeit lässt sich in manchen Fällen mit Vitamin B6 lindern, zum Beispiel in Form von Lebensmitteln wie Avocado und Käse oder als Nahrungsergänzungsmittel.
  • Wenn Sie unter Seekrankheit oder Reisekrankheit leiden, ist es oft hilfreich, den Blick aus dem Fahrzeug heraus auf den Horizont oder die Straße zu richten. Wenn die Möglichkeit besteht, legen Sie sich flach auf den Rücken und schließen Sie die Augen. Beide Methoden können dabei helfen, die widersprüchlichen Eindrücke von optischer Wahrnehmung und Gleichgewichtssinn wieder in Einklang zu bringen und eignen sich daher, um Übelkeit behandeln zu können.
  • Nehmen Sie über den Tag verteilt mehrere kleine, leichte Mahlzeiten zu sich, zum Beispiel Reis mit gedünstetem Gemüse, Quarkspeisen oder Brot mit leichtem Belag. Ein komplett leerer Magen ist bei Übelkeit genauso wenig hilfreich wie schwere Mahlzeiten.
  • Halten Sie sich möglichst fern von starken und unangenehmen Gerüchen. Diese können das Brechzentrum reizen.
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