U3-Untersuchung: Entwickelt sich das Baby zu Hause gut?

Michael van den Heuvel Medizin- und Wissenschaftsjournalist

Die U3-Untersuchung findet zwischen der dritten und achten Lebenswoche statt. Kinderärzte bewerten dabei die Entwicklung des Babys und führen Schutzimpfungen durch. Empfehlungen kommen von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut.

Die U3-Untersuchung beim Kind gehört zu den sogenannten U-Untersuchungen. Das sind Vorsorgeuntersuchungen beim Baby, beim Kind und beim Teenager. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für die U3 des Babys.

 

Wann ist die U3-Untersuchung?

Die U2-Untersuchung findet oft noch im Krankenhaus statt. Meist ist die U3-Untersuchung beim Baby die erste Untersuchung außerhalb des Klinikums, sprich beim niedergelassenen Kinderarzt. Die Untersuchung ist zwischen der dritten und achten Lebenswoche vorgesehen. Weitere U-Vorsorgeuntersuchungen folgen in den nächsten Lebensmonaten.

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Was ist die U3-Untersuchung?

Der Kinderarzt verschafft sich bei der U3-Untersuchung einen Überblick über die Entwicklung eines Babys. Dazu gehören – weil es sich meist um den Erstkontakt handelt – auch viele Fragen an die Eltern: Schläft der Säugling gut, trinkt er ausreichend oder weint er viel? Danach hört der Arzt das Herz, die Lungen und den Darm ab, um etwaige Erkrankungen zu erkennen. Er bestimmt das Gewicht und die Größe. Auch verschiedene Reflexe wie der Greif- und Saugreflex werden untersucht. Daraus lässt sich ableiten, ob die körperliche Entwicklung normal verläuft.

Zur U3 des Babys gehören auch Tests auf Sinnesreize: Wie reagiert der Säugling auf Geräusche und auf Bewegungen? Ziel ist es, eventuelle Hör- oder Sehstörungen früh zu erkennen.

Weiter geht es mit Untersuchungen aus der Orthopädie. Per Ultraschall lässt sich herausfinden, ob es Fehlstellungen im Bereich der Hüfte gibt. Denn zwei bis drei von 100 Neugeborenen leiden unter der sogenannten Hüftdysplasie. Darunter verstehen Ärzte eine Fehlbildung der Pfanne des Hüftgelenks. Unbehandelt kann es zu Abnutzungen und im späteren Leben zu Gehbehinderungen kommen – deshalb die frühe Untersuchung bei der U3.

Der Kinderarzt bespricht das Ergebnis mit den Eltern und schlägt gegebenenfalls Behandlungen vor, beispielsweise eine Spreizhose oder eine Schiene. Diese Maßnahmen sind harmlos, aber effektiv. 

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Welche Impfungen sind bei der U3-Untersuchung vorgesehen?

Auch die Vorbeugung vor schweren Infektionskrankheiten ist Teil der U3-Untersuchung. Dazu hat die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut umfangreiche Empfehlungen veröffentlicht. Bereits im Alter von sechs Wochen erhalten Babys eine Schluckimpfung gegen Rotaviren. Diese Erreger führen zu teils schwerem Durchfall und Erbrechen. Eine Auffrischung folgt ab dem zweiten Lebensmonat.

Zu dem Zeitpunkt sind auch Impfungen gegen viele Infektionserkrankungen vorgesehen, wie Wundstarrkrampf (Tetanus), Diphtherie, Keuchhusten (Pertusis), einen Grippevirus (Haemophilus influenzae Typ b), Kinderlähmung (Polymyelitis), Hepatitis B und Pneumokokken. Gleichzeitig wird der Arzt bei der U3-Untersuchung auf weitere dringend erforderliche Grundimmunisierungen im Alter von drei, vier und elf bis zwölf Monaten verweisen.

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Quellen:

  • Illing, Stephan; Claßen, Martin (2017): Klinikleitfaden Pädiatrie, München: Elsevier/Urban&Fischer.
  • Speer, Christian P. et al. (2018): Pädiatrie, Berlin: Springer-Verlag.
  • Empfehlungen der Ständigen Impfkommission, in: Robert Koch-Institut
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