Tropenzecke Hyalomma: Gefährliche Zecke in Deutschland auf dem Vormarsch

Laura Carstens

Aufgrund der milden Temperaturen fühlen sich Zecken mittlerweile in Deutschland wohl. Selbst die gefährliche Tropenzecke Hyalomma breitet sich immer mehr bei uns aus und kann mit ihrem Biss sogar tödlich sein. Alle Infos!

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Inhalt
  1. Tropenzecke Hyalomma: Warum diese Zecke in Deutschland gefährlich werden kann
  2. Merkmale und Verbreitung der Hyalomma Zecke
  3. Wie kam die Hyalomma Zecke nach Deutschland?
  4. Seit wann gibt es die Tropenzecke in Deutschland?

Die Tropenzecke Hyalomma ist in Deutschland immer mehr auf dem Vormarsch. Wieso sie so gefährlich werden könnte.

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Tropenzecke Hyalomma: Warum diese Zecke in Deutschland gefährlich werden kann

Bereits zum vierten Mal in Folge soll dieses Jahr erneut zu einem extremen Zeckenjahr werden. Dadurch steigen natürlich auch diverse Krankheiten, die über die kleinen Parasiten übertragen werden, wie etwa Borreliose oder die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Auf eine Zeckenart sollte auch dieses Jahr besonders Rücksicht genommen werden. 

Die sogenannte Hyalomma Zecke ist eigentlich in wärmeren Regionen – vor allem in Nordafrika, Südeuropa und dem Nahen Osten – verbreitet. Nun ist die Zeckenart jedoch auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Während sie wie alle Zeckenarten in der Natur lauert, befällt sie nicht nur Hunde, Rinder und Vögel, sondern eben auch Menschen. Die Krankheiten, die sie überträgt, sind dabei besonders gefährlich. Das Krim-Kongo-Fieber, eine virale Infektionskrankheit, wird fast ausschließlich über diese Zeckenart übertragen und kann bei einem schweren Ausbruch zu gefährlichen inneren Blutungen führen. Auch, wenn es in den meisten Fällen mild oder ganz ohne Symptome verläuft, kann es vor allem in medizinisch schlecht versorgten Regionen in bis zu 50 Prozent der Fälle einen tödlichen Verlauf annehmen. 

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Merkmale und Verbreitung der Hyalomma Zecke

Die Hyalomma-Zecke fällt vor allem durch ihre Größe von bis zu zwei Zentrimetern und ihre hell gestreiften Beine auf. Sie gelangt vor allem durch das Abstreifen an hohem Gras oder Gebüsch auf den Körper. Außerdem zählt sie zu den sogenannten "Jagdzecken" und kann dank ihrer guten Augen und flinken Beine ihre Opfer über mehrere hundert Meter weit verfolgen. In ihrem Leben befällt sie ein- bis dreimal Wirtstiere, wobei sie bei diesem Wechsel die gefährlichen Krankheiten überträgt.

 

Wie kam die Hyalomma Zecke nach Deutschland?

Mit hoher Wahrscheinlich ist das auf Zugvögel zurückzuführen, denn die Zecken können viele Wochen an ihrem Wirt festsitzen. Da die Winter immer zu kalt waren, haben sie es bisher nicht geschafft, in Europa zu überleben. Denn die Zecken fallen ab, wenn sie sich das zweite Mal häuten, und sterben bei zu kalten Temperaturen.

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Seit wann gibt es die Tropenzecke in Deutschland?

Waren es 2015 noch Einzelfälle, ist die Zeckenart mittlerweile häufiger in Deutschland vorzufinden. Das bedeutet, dass es die Tropenzecke geschafft haben muss, schon mehrere Winter in Deutschland zu überleben. 2019 wurde erstmals festgestellt, dass die Tropenzecke das Krim-Kongo-Fieber auf einen Menschen übertragen hat. 

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Ob sich speziell die Hyalomma Zecke nun in Deutschland hält, hängt wohl vom Klima ab. Da sie sich im feuchten Klima eher unwohl fühlt, könnte wohl nur ein sehr regnerischer Sommer dabei helfen, dass die gefährliche Tropenzecke Hyalomma in Deutschland bald wieder auf dem Rückweg ist. 

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