Trocknet mehrmaliges Duschen die Haut aus?

Frau duscht
Die menschliche Haut ist nicht für Wasser gemacht: das mehrmalige Duschen sollte daher nicht zur täglichen Angewohnheit werden © Shutterstock

Wie oft sollte man duschen? Täglich zweimal, nur alle zwei Tage oder reicht sogar einmal die Woche? Und ab wann schadet es der Haut? Praxisvita hat die Antwort.

Die warmen Temperaturen des Sommers lassen uns vermehrt ins Schwitzen kommen. Da geht das Frischegefühl der morgendlichen Dusche schnell verloren, und der Wunsch nach einem wiederholten Waschgang entsteht. Für sehr starke Schwitzer oder auch nach sportlichen Aktivitäten ist das gar nicht so verkehrt: Die übermäßig schweißfeuchte Haut kann schnell zum Tummelplatz für unerwünschte Bakterien und – besonders an den Füßen – für Pilze werden. Trotzdem sollte das mehrmalige Duschen zum Wohle der Haut nicht zur täglichen Angewohnheit werden. Denn: Die menschliche Haut ist nicht für Wasser gemacht. Gerade langes und heißes Duschen wirkt sich negativ auf den natürlichen Säureschutzmantel der Haut aus. Dieser bewahrt sie nicht nur vor Feuchtigkeitsverlust, sondern schützt sie auch vor schädlichen Umwelteinflüssen und Krankheitserregern. Ein wichtiger Bestandteil dieses Mantels sind vom Körper gebildeter Talg und Schweiß. Werden diese ständig gründlich abgewaschen, geht der Schutzmantel kaputt. Dazu tragen auch Reinigungspräparate bei, deren Wirkstoffe der Haut zusätzlich natürliche Fette entziehen.

 

Eincremen ist nach mehrmaligem Duschen Pflicht

Mit ein paar einfachen Regeln bei jedem Duschgang können wir dem vorbeugen. So ist ein kurzes Abbrausen mit lauwarmem Wasser vollkommen ausreichend. Kaltes Wasser würde uns erneut ins Schwitzen bringen, denn es kurbelt die Durchblutung an. Zudem genügt es, Duschgele nur in Körperregionen zu verwenden, die geruchsintensiv sind. Die Präparate sollten einen pH-Wert von 5,5 aufweisen. Duschgele mit dem Hinweis „pH-neutral“ sind nicht geeignet, denn ihr Wert von 7 ist für die Haut ungeeignet. Sehr wichtig ist es, sich nach der Dusche gründlich abzutrocknen. Auf der Haut zurückbleibendes Wasser verdunstet an der Luft und entzieht ihr Feuchtigkeit. Nach jedem Duschgang sollten wir uns eincremen. Allerdings fühlen sich gerade im Sommer fetthaltige Cremes häufig unangenehm auf der Haut an. Eine leichte Feuchtigkeitspflege wie z. B. ein Aloe-Vera-Gel ist besser geeignet und zudem eine gute After-Sun-Pflege. Und: Durch vermehrtes Schwitzen werden mit dem Schweiß auch wichtige Mineralsalze ausgeschwemmt. Deshalb ist es wichtig, immer ausreichend Wasser zu trinken, das dieses Defizit wieder ausgleicht.

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