Trockenshampoo selber machen

Christina Liersch
Junge Frau stylt ihre Haare
Schöne Haare stehen für Gesundheit und geben Rückschlüsse auf die Persönlichkeit. © iStock/nd3000
Inhalt
  1. Warum Trockenshampoo lieber selber herstellen?
  2. Wie wirkt Trockenshampoo?
  3. Trockenshampoo selbst machen: So geht's:
  4. Trockenshampoo richtig anwenden

Trockenshampoo erlebte seine Hochzeit in den 60er und 70er Jahren, als die Dauerwelle gepflegt werden wollte und man sich noch nicht so oft wie heute die Haare wusch. Vor wenigen Jahren kehrte das Trockenshampoo in die Drogerien und Läden zurück und steuerte damit vor allem die jüngeren Generationen an, die dieses Produkt noch gar nicht kannten. Trockenshampoo ist praktisch: es passt in jede Handtasche und sorgt schnell dafür, dass die Frisur sitzt und das Haar nicht fettig aussieht.

 

Warum Trockenshampoo lieber selber herstellen?

Ein Problem bringt Trockenshampoo jedoch mit sich. Neben den Hauptbestandteilen Stärke und Silikaten (Salze) sind in industriell hergestellten Trockenshampoos noch häufig noch Duftstoffe, Alkohol, Treibgase, Filmbildner, Talkum und Konservierungsstoffe zu finden. Diese können Reizungen und Allergien auslösen. In manchen Trockenshampoos befinden sich zudem noch Aluminiumsalze, die die Kopfhaut austrocknen und im Verdacht stehen, sich im Körper abzulagern und karzinogen (krebserregend) zu wirken. Dagegen ist ein selbstgemachtes Trockenshampoo besser für die Gesundheit und Umwelt. Gleichzeitig schont es auch den Geldbeutel, da die Zutaten günstig sind.

 

Wie wirkt Trockenshampoo?

Der Effekt von Trockenshampoo beruht darauf, dass die Stärke oder das Mehl das Fett aus den Haaren zieht. Das Pulver saugt die Feuchtigkeit und den Talg wie ein Schwamm auf, wodurch die Haare wie frisch gewaschen wirken.

Trockenshampoo, Haarbürste, Kamm und Stärke liegen auf einem Tisch
Ein dunkles Trockenshampoo ist besonders für dunkle Haare geeignet, da es keinen weißen Schleier am Scheitel hinterlässt. © iStock/svehlik
 

Trockenshampoo selbst machen: So geht's:

Trockenshampoo selbst zu machen ist kinderleicht und benötigt nur wenige Zutaten. Die Grundzutaten sind immer Maisstärke oder Mehl. Hinzukommen Natron, Zimt, Kakaopulver und Duftöle. Je nach Haarfarbe kann sich jeder sein individuelles Trockenshampoo herstellen.

  • Für blone Haare:

Zwei Esslöffel Maisstärke mit einem Esslöffel Natron mischen. Nach Belieben drei bis vier Tropfen Duftöl dazugeben, gut vermengen und in einem Schraubglas aufbewahren.

  • Für braune und dunkle Haare:

Wie bei den blonden Haaren zwei Esslöffel Maisstärke und einen Esslöffek Natron miteinander vermischen. Je nach Haarfarbton nun reines Kakaopulver untermischen und in einen Schraubglas aufbewahren. Das Kakaopulver verhindert, dass sich auf den dunklen Haaren ein weißer Schleier legt und die Haare stumpf wirken. Das Trockenshampoo sollte jedoch vor dem Schlafengehen ausgewaschen werden, da das Kakaopulver den Kissenbezug verfärben kann.

  • Für rote Haare:

Auch hier wieder zwei Esslöffel Maisstärke mit einem Esslöffel Natron mischen. Für rote Haare eignet sich etwas Zimt, damit kein weißer Schleier auf den Haaren entsteht. Kleiner Nebeneffekt: Man duftet auch danach und braucht kein zusätzliches Duftöl.

 

Trockenshampoo richtig anwenden

Selbstgemachtes Trockenshampoo hält sich am besten, wenn es in einem Schraubglas aufbewahrt wird. Das lose Puder lässt sich mit einem dickeren Kosmetikpinsel am Haaransatz auftragen. Auch ein Salzstreuer oder eine leere Babypuderflasche eignen sich zum Auftragen des Trockenshampoos. Letzteres ist besonders gut, um es unterwegs in der Handtasche dabei zu haben. Damit das Trockenshampoo das Fett gründlich aus den Haaren entfernt, wird es zuerst locker im Haar verteilt. Anschließend wird es in die Haare einmassiert und bleibt dort etwa zwei bis drei Minuten. Um das Trockenshampoo zu entfernen, einfach die Haare ausschütteln – das gibt Volumen. Das Shampoo kann auch vorsichtig ausgebürstet werden. Das macht die Haare glatt und verleiht einen leichten Glanz.

 

 

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