Trockenpflaumen stärken die Knochen

Trockenpflaumen
Die Wissenschaftler empfehlen etwa 100g Trockenpflaumen pro Tag © iStock

Wissenschaftler forschen schon länger an dem Einfluss von Trockenpflaumen auf Knochenschwund. Studien belegen, dass die Einnahme von diesen nicht nur vorbeugend wirkt, sondern sogar bereits bestehende Osteoporose rückgängig machen kann.

Osteoporose (Knochenschwund) ist ein weit verbreitetes Problem, das mit steigendem Alter zunimmt. Schon etwa ab dem 30. Lebensjahr beginnen die Knochen langsam an Substanz zu verlieren. Zusätzliche Risikofaktoren wie zum Beispiel schlechte Ernährung oder Bewegungsmangel können das Problem noch verstärken. Seit längerem wird zu nicht-medikamentösen Alternativen zur Behandlung von Knochenschwund geforscht. Und dabei sticht eine ganz besonders hervor: Die Trockenpflaume. Sie soll die Osteoporose nicht nur verhindern, sondern bereits bestehende wieder rückgängig machen können.

 

Alternative Therapie mit Trockenpflaumen

Tierstudien konnten diesen Effekt bereits belegen. Um die Wirksamkeit auch beim Menschen nachzuweisen, wurden 160 Frauen, die ihre Menopause bereits abgeschlossen haben, in zwei Gruppen geteilt. Eine Gruppe erhielt täglich 100 Gramm Trockenpflaumen und die andere 100 Gramm getrocknete Apfelstücke. Zusätzlich erhielten alle Teilnehmerinnen sowohl Calcium- als auch Vitamin-D-Präparate. Dann entnahmen die Forscher in regelmäßigen Abständen über insgesamt ein Jahr hinweg Blutproben und untersuchten die Knochendichte.

Das Ergebnis: Die Frauen, die Trockenpflaumen  zu sich genommen hatten, wiesen eine deutlich höhere Knochendichte auf als die Frauen, die  getrocknete Äpfel gegessen hatten – allerdings nur bei den Knochen von Elle und Speiche. Außerdem führte die Einnahme von Trockenpflaumen generell dazu, dass der Knochenabbau gehemmt wurde. Die Forscher vermuten, dass die Wirkung auf den hohen Polyphenolgehalt der Trockenpflaume zurückzuführen sein könnte. Polyphenole wirken beispielsweise entzündungshemmend und verhindern Fettablagerungen in Gefäßen.

 

Mögliche Nebenwirkungen

Da Trockenpflaumen in größeren Mengen eine abführende Wirkung haben können, raten die Forscher Osteoporose-Patienten dazu, die tägliche Dosis langsam hochzuschrauben. Eine weitere Möglichkeit ist es, die Pflaumen mit anderen Nahrungsmitteln zu kombinieren, die eine gegensätzliche – also eher stopfende Wirkung – haben, wie etwa Mohn.

Allein in Deutschland wird die Zahl der von Osteoporose Betroffenen auf sieben Millionen geschätzt. Liegt nur ein leichter Knochenschwund vor, wird zunächst von einer Osteopenie gesprochen. Wenn die Knochendichte allerdings weiter absinkt, sprechen Ärzte von Osteoporose. Unterschieden wird zwischen der primären und der sekundären Osteoporose. Die primäre Form ist meist hormonell bedingt und tritt in höherem Alter auf. Die sekundäre hingegen ist viel seltener und tritt beispielsweise als Symptom einer anderen Erkrankung oder als Nebenwirkung eines Medikaments auf.

Tipps:

  • Als kleiner Snack zwischendurch
  • Kleinschneiden und in Müsli oder Joghurt geben
  • Als Pflaumenmuß (geht auch aus Trockenpflaumen!) auf Brot oder Pfannkuchen

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