Trockene Augenlider: Diese 7 Maßnahmen lindern die Beschwerden

Juckreiz, Rötungen und das Gefühl, als hätte sich ein Sandkorn im Auge verirrt: Trockene Augenlider können unangenehme Beschwerden verursachen. Manche Menschen leiden immer wieder darunter. Dabei lassen sich trockene Augenlider in den meisten Fällen mit einfachen Maßnahmen lindern und vorbeugen.

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Trockene Augenlider kennen vor allem Menschen, die viel Zeit vor dem Laptop verbringen. Aber auch andere Faktoren spielen eine Rolle. Die Haut am oberen Lidrand ist so dünn, dass sie auf viele äußere Einflüsse äußerst empfindlich reagiert. Neben der falschen Hautpflege und Allergien können nicht zuletzt auch Erkrankungen die Beschwerden verursachen.

Trockene Augenlider: Diese Symptome treten auf

Dass das Augenlid trocken ist, bemerken Betroffene schnell: Die Reibung zwischen dem Augenlid und der Augenoberfläche verursacht ein Fremdkörpergefühl. Das Auge reagiert zudem mit einem verstärkten Tränenfluss, um den Feuchtigkeitsmangel auszugleichen. Trockene Augenlider äußern sich aber auch durch viele weitere Symptome.

Die Symptome von trockenen Augenlidern im Überblick:

  • Fremdkörper- und Druckgefühl in den Augen
  • Rötungen
  • Juckreiz
  • Brennen
  • verstärkter Tränenfluss
  • verklebte Augenlider am Morgen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Sehstörungen

Trockene Haut am Augenlid: Äußere Faktoren als Ursache

Allergien und Unverträglichkeiten aller Art – vor allem gegen Make-up und Pflegeprodukte – stecken in vielen Fällen dahinter, wenn man ständig trockene Augenlider hat. Ein deutliches Anzeichen für eine Allergie ist es, wenn die Trockenheit zusammen mit Juckreiz und Rötungen auftritt.

Auch Pflegeprodukte mit aggressiven Tensiden können der empfindlichen Haut an den Augenlidern zusetzen und sie austrocknen. Jedoch sollte man nicht nur Reinigungsgels oder Make-up in den Blick nehmen, wenn man unter trockenen Augenlidern leidet. Auch das Shampoo, das beim Haarewaschen mit den Augen in Kontakt kommt, könnte der Übeltäter sein.

Zu den möglichen Ursachen für trockene Augenlider gehört zudem lange Bildschirmarbeit, die für die Augen wie ein kräftezehrender Marathon ist. Wird der Blick auf den Bildschirm gerichtet, blinzelt man in der Regel seltener. Die Augen werden dann nicht mehr ausreichend mit Tränenflüssigkeit benetzt und trocknen in der Folge aus. Sind die Augen sehr empfindlich, kann es bei ständiger Überlastung zu Ekzemen (Entzündungen der obersten Hautschicht) kommen.

Dass das Augenlid immer mal wieder trocken ist, kann aber auch einen ganz banalen Hintergrund haben: Die dünne Haut um die Augen reagiert empfindlich auf mechanische Einflüsse, sodass ständiges Reiben der Lider die Beschwerden verursachen oder verschlimmern kann.

Trockene, juckende und schuppige Augenlider: Anzeichen einer Erkrankung?

Neben harmlosen Ursachen können trockene Augenlider auch ein Symptom für eine tieferliegende Erkrankung sein. So sind extreme Trockenheit, Juckreiz, Rötungen und Schuppen Leitsymptome einer Neurodermitis. Die Hauterkrankung, die durch eine gestörte Barrierefunktion der Haut und durch fehlgeleitete Autoimmunprozesse entsteht, kann sich grundsätzlich am gesamten Körper zeigen. Die Beschwerden sind bei Erwachsenen im Gesicht, allen voran an den Augen, oft besonders stark ausgeprägt.

Ob es sich bei trockener Haut an den Augenlidern um Neurodermitis handelt, lässt sich besonders an einem charakteristischen Merkmal festmachen – der Dennie-Morgan-Falte: Als Folge einer chronisch trockenen Haut zeichnen sich unterhalb des Augenlids zwei Augenfalten ab.

Auslöser für chronisch trockene Augenlider kann auch eine Schilddrüsenunterfunktion sein. Dabei produziert der Körper zu wenig Schilddrüsenhormone, was sich unter anderem auf den Feuchtigkeitshaushalt des Körpers und der Haut auswirkt. Die Augenlider können dann nicht nur trocken sein, sondern auch brennen und anschwellen.

Trockene Augenlider behandeln

Für die Behandlung von trockenen Augenlidern ist es wichtig, die zugrunde liegende Ursache auszumachen und diese zu therapieren. Länger anhaltende Beschwerden sollten daher immer ärztlich abgeklärt werden. Oft kommen spezielle Augentropfen zum Einsatz, um die Augen zu befeuchten. Bei starker Trockenheit und Ekzemen werden kortisonhaltige und entzündungshemmende Salben verschrieben.

Trockenes Augenlid: Mit diesen 7 Maßnahmen beugen Sie vor

Sind die trockenen Augenlider nicht durch eine Erkrankung, sondern durch äußere Faktoren bedingt, können die folgenden Tipps dabei helfen, die Beschwerden zu reduzieren oder vorzubeugen:  

  1. Verwenden Sie milde, für Allergiker geeignete Pflegeprodukte, die die Hautbarriere stärken.
  2. Setzen Sie bei der Augen- und Gesichtspflege auf Feuchtigkeitsspender wie Hyaluron, Algenextrakt, Aloe vera, Urea und Arganöl.
  3. Vermeiden Sie austrocknende, reizende und allergieauslösende Inhaltsstoffe konsequent – dazu zählen Paraben, Silikone, mineralölbasierte Substanzen und künstliche Duftstoffe.
  4. Wer viel vor dem Bildschirm sitzt, sollte seinen Augen zwischendurch kleine Pausen gönnen: Schließen Sie die Augen für einige Sekunden, lassen Sie Ihren Blick schweifen und blinzeln Sie bewusst, damit die Lider mit Tränenflüssigkeit versorgt werden.

  1. Sorgen Sie für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit im Raum, etwa durch spezielle Luftbefeuchter und oder indem Sie feuchte Tücher auf die Heizung legen. Zudem sollten Sie regelmäßig lüften und die Heizung nie voll aufdrehen.
  2. Versorgen Sie Ihren Körper auch von innen mit ausreichend Flüssigkeit und trinken Sie mindestens zwei Liter Wasser täglich. Zugleich sollten Sie Alkohol und Rauchen meiden, da sie dem Körper Flüssigkeit entziehen.
  3. Eine schnelle Hilfe gegen trockene Augenlider bieten kühle Gurkenscheiben (Bio) und nasse, kalte Tücher, die für einige Minuten auf die geschlossenen Augen gelegt werden.