Trigeminus-Neuralgie: Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei einer Trigeminus-Neuralgie ist es für den Arzt bei der Diagnose vor allem wichtig, mögliche andere Ursachen wie beispielsweise Migräne, Cluster-Kopfschmerzen oder Zahnerkrankungen auszuschließen. Auch sie verursachen mitunter starke Schmerzen, die in den jeweiligen Gesichtsbereich ausstrahlen und ebenfalls einseitig ausgeprägt sein können.

Der Arzt wird Sie deswegen im Rahmen des ausführlichen Gesprächs genau nach Ihren Schmerzen befragen, etwa wo genau diese auftreten, wie Sie diese beschreiben würden, wie lange die Schmerzattacken andauern und ob sich neben den Schmerzen weitere Beschwerden entwickeln.

 

Untersuchung auf Trigeminus-Neuralgie

An das Gespräch schließen sich eine erste körperliche Untersuchung sowie neurologische Tests an. Damit überprüft der Arzt Ihr Empfinden im Gesicht auf mögliche Empfindlichkeiten oder Fehlfunktionen. Zur Absicherung der Diagnose bei der Trigeminus-Neuralgie führt er im weiteren Verlauf zusätzliche Untersuchungen durch. Häufig wird er hierbei die Magnetresonanztomografie (MRT) einsetzen, um sich ein detailliertes Bild von den Gegebenheiten im Schädel zu machen. Auf den MRT-Bildern lässt sich erkennen, ob eine andere Erkrankung, zum Beispiel eine Multiple Sklerose (MS) oder ein Gehirntumor die Ursache ist und ob gegebenenfalls Gefäßmissbildungen im Umfeld der Trigeminus-Nerven zu erkennen sind.

 

Lumbalpunktion zur Ausschluss-Diagnose

Des Weiteren werden für die Trigeminus-Neuralgie-Diagnose im Zweifelsfall weitere Untersuchungen durchgeführt, zum Beispiel die Entnahme von Nervenwasser (Liquor). Dieses als Lumbalpunktion bezeichnete Verfahren wird beispielsweise beim Verdacht auf Entzündungen von Gehirn und Rückenmark oder Multiple Sklerose durchgeführt. Eine Computertomografie (CT) liefert zudem Schnittbilder von Gehirn und Schädel. Entsprechende krankhafte Veränderungen, die als Ursache für die Schmerzen infrage kommen, lassen sich so sichtbar machen. Mittels einer Angiografie (Röntgenuntersuchung der Blutgefäße) oder einer Kernspin-Angiografie (MRT-Untersuchung der Blutgefäße, MRA) kann der Arzt zudem Missbildungen von Blutgefäßen im Umfeld der Trigeminus-Nerven erkennen. Vermutet der Arzt andere Ursachen der Gesichtsschmerzen, können weitere fachärztliche Untersuchungen, zum Beispiel durch einen Zahnarzt oder HNO-Arzt, sinnvoll sein.

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