Transfette-Verbot in den USA

Donuts
So lecker – und so ungesund: In Backwaren wie Donuts stecken Transfette, die der Gesundheit schaden © Fotolia

Sie stecken in Donuts, Pommes und Tiefkühlpizza: Transfette. Dass sie die Gesundheit gefährden, ist schon lange bekannt. Doch jetzt hat die US-amerikanische Lebensmittelbehörde Food and Drug Administration beschlossen, die giftigen Fette aus US-Lebensmitteln zu verbannen.

Ab Juni 2018 sollen alle in den USA erhältlichen Lebensmittel frei von Transfetten sein. Als Begründung für ihren Beschluss nannte die FDA die gesundheitsschädliche Wirkung der Fette und den zu erwartenden Rückgang tödlicher Herzerkrankungen durch das Verbot.

 

Was sind Transfette?

Als Transfette werden ungesättigte Fettsäuren bezeichnet, die hauptsächlich in industriell verarbeiteter Nahrung wie Backwaren und frittierten Lebensmitteln vorkommen. Zahlreiche Studien belegen, dass der regelmäßige Verzehr von Transfetten das Risiko für Diabetes, Krebs, Allergien, Schlaganfall und Herzinfarkt erhöht. Im vergangenen Jahr zeigte eine US-Studie außerdem, dass die Fette das Erinnerungsvermögen beeinträchtigen: Je mehr Transfette die Probanden zu sich nahmen, desto weniger zuvor gehörte Wörter konnten sie sich merken.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (efsa) empfiehlt, den täglichen Verzehr von Transfetten auf zwei Gramm zu beschränken – und diese Menge ist schon nach einem Berliner erreicht. Bereits bei fünf Gramm Transfetten täglich steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 25 Prozent.

US-amerikanische Lebensmittelproduzenten müssen die verbotenen Transfette künftig durch andere, gesündere Fette ersetzen – da die meist teurer sind, rechnen Experten mit einem Preisanstieg bei den betroffenen Produkten.

Hamburg, 22. Juni 2015

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