Toxoplasmose: Wenn wir unseren Haustieren zu nahe kommen...

Nach dem Schmusen sollte man sich immer die Hände waschen
Zum Schnurren! Doch nach dem Schmusen mit Katzen sollte man sich immer die Hände waschen, um eine Infektion mit gefährlichen Toxoplasmose-Erregern zu vermeiden © Fotolia

Da wir unseren Haustieren ganz nah kommen – etwa beim Spielen – sind sie mögliche Infektionsquellen, warnt das Robert-Koch-Institut in Berlin. Experten sprechen in so einem Falle von einer Zoonose. Womit wir uns bei Hund, Katze & Co. anstecken können – und wie wir uns schützen.

 

Toxoplasmose

Vor allem Katzen übertragen die Infektionskrankheit Toxoplasmose. Den Erreger tragen zwar 50 Prozent der Menschen in Deutschland in sich, doch nur bei wenigen zeigen sich Krankheitszeichen wie Fieber, Muskel und Gelenkschmerzen sowie Müdigkeit. Tipp: Bei der Reinigung des Katzenklos unbedingt Handschuhe tragen.

 

Salmonellen

"Rund 10 Prozent aller menschlichen Salmonellen-Erkrankungen, die mit starkem Durchfall einhergehen, sind auf direkten Kontakt mit Hunden, Katzen und insbesondere Reptilien zurückzuführen", so das Robert-Koch-Institut. Vor allem Schildkröten, die bei Kindern immer beliebter werden, sind eine große Infektionsquelle. Häufiges Händewaschen ist daher Pflicht. Hunde und Katzen sollten nicht mit rohen Schlachtabfällen, wie zum Beispiel ungekochten Innereien, gefüttert werden.

 

Würmer

Haustiere können auch Würmer wie den Fuchsbandwurm, den Hundebandwurm, den Hunde- oder den Katzenspulwurm auf Menschen übertragen. Mögliche Folgen sind Organschäden wie Leberversagen. Darum: Entwurmen Sie Hund und Katze. In welchen zeitlichen Abständen, entscheidet der Tierarzt.

Wie Tiere uns guttunEs ist nachgewiesen, dass Hunde- und Katzenbesitzer weniger unter Bluthochdruck leiden. Schon das Streicheln hilft bei der Stressbewältigung.Ein Tier gibt älteren Menschen das Gefühl, gebraucht zu werden. Folge: Sie fühlen sich laut einer Studie gesünder als Gleichaltrige ohne Haustier.Wer einen Hund hält, bleibt fit. Denn unsere Vierbeiner wollen Gassi geführt werden. Und das bei jedem Wetter ...
 

Flöhe

Sie können vom Haustier auf den Menschen überspringen. Betroffene merken dies an kleinen Stichwunden und Juckreiz. Durch Kratzen bilden sich offene Stellen in der Haut, die sich entzünden können. Linderung versprechen Antihistaminika.

 

Zecken

Über Hunde und Katzen kommen Menschen auch mit Zecken in Kontakt. Sogenannte Spot-on-Präparate sollen die Vierbeiner vor den Biestern schützen.

 

Pseudokrätze

Viele Haustiere haben Milben, die auch den Menschen befallen können. Dies führt zwar zu Juckreiz, doch vermehren können sich die Parasiten auf dem menschlichen Körper in der Regel nicht. Mit einer speziellen Salbe werden die Milben abgetötet.

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