Toxoplasmose: Wenn Haustiere krank machen

Zu viel Tuchfühlung kann gefährlich werden
Hase und Co. sind einfach zum Kuscheln süß! Aber Vorsicht: Zu viel Tuchfühlung kann gefährlich werden © Fotolia

Fell kraulen, Gesicht abschlecken lassen: Für viele Haustierbesitzer ist ein enger Kontakt mit ihrem Liebling ganz normal. Was viele aber nicht wissen: Das Zusammenleben birgt Gefahren in Form von Zoonosen – Krankheiten, die Tiere an den Menschen weitergeben können. Hier die wichtigsten.

 

Toxoplasmose

Toxoplasmen sind Einzeller, die über Katzenkot zum Beispiel beim Reinigen der Katzentoilette an den Menschen weitergegeben werden können (daher beim Reinigen Handschuhe tragen).

Im Normalfall ist Toxoplasmose eine harmlose und meist folgenlos ausheilende Erkrankung. Gefährlich ist eine Ansteckung für Mütter und ihr ungeborenes Kind. Schlimmstenfalls kann es zu einer Fehlgeburt kommen, oder das Ungeborene trägt schwere körperliche Schädigungen bzw. Hirnschäden davon.

 

Spulwürmer

Vor allem junge Hunde bzw. Welpen leiden oft unter massiven Spulwurmbefall. Da die Wurmeier auch leicht am Fell kleben bleiben, stecken sich besonders Kinder leicht damit an, weil sie oft die ungewaschenen Hände in den Mund stecken. Beim Menschen verursachen Spulwürmer eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes und in seltenen Fällen Sehstörungen durch die Einkapselung einer Wurmlarve im Auge. Daher gilt: Nach jedem Streicheln Hände waschen und bei Krankheitsverdacht zum Arzt gehen.

 

Tollwut

Durch Wildtierkontakt können Haustiere mit den Viren infiziert werden und dann für ihren Halter über einen Kratzer oder Biss zur Gefahr werden. Lassen Sie daher Ihren Hund bzw. Katze gegen Tollwut impfen.

 

Katzenkrankheit

Kann durch Kratzen oder Beißen übertragen werden und führt unter anderem zu geschwollenen Lymphknoten. Komplikationen sind aber nur bei geschwächter Abwehr, zum Beispiel durch hochdosierte Kortisonbehandlung, zu befürchten.

 

Papageienkrankheit

Selbst Vogelfreunde können sich bei ihren kleinen Lieblingen anstecken. Verursacher ist der Erreger Chlamydia Psitacci, der Papageien und Wellensittiche befällt. Je nach Vogelart spricht man auch von Ornithose oder Psittakose. Infizierte Vögel scheiden den Erreger mit Kot, Urin und Nasensekret aus, der dann über ihren Federstaub eingeatmet wird. Deshalb, so putzig es auch ist: Aufs beliebte "Küsschengeben" besser verzichten. Mögliche Symptome einer Ansteckung sind anhaltendes hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Schwäche. Behandelt wird mit Antibiotika.

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