Toxoplasmose

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Die Toxoplasmose ist eine durch den Parasiten Toxoplasma gondii verursachte, weltweit verbreitete Infektionskrankheit. Normalerweise befallen die Parasiten Katzen. Aber auch Menschen können sich mit den Erregern infizieren: Es handelt sich bei Toxoplasmose um eine sogenannte Zoonose, also eine vom Tier auf den Mensch übertragbare Infektionskrankheit. Eine Infektion verläuft meistens harmlos und ohne Symptome – gefährlich ist die Toxoplasmose aber vor allem für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem und in der Schwangerschaft.

 

Was ist Toxoplasmose?

Bei der Toxoplasmose handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch Parasiten verursacht wird. Der weltweit verbreitete Erreger der Toxoplasmose heißt Toxoplasma gondii. Dieser Parasit hat einen sogenannten zweiwirtigen Entwicklungszyklus, das heißt, er benötigt neben seinem Endwirt einen Zwischenwirt, um sich entwickeln und verbreiten zu können.

Toxoplasmose-Erreger
Der weltweit verbreitete Erreger der Toxoplasmose heißt Toxoplasma gondii © istock/Dr_Microbe

Der Endwirt sind Katzen, die spezielle, ansteckende Entwicklungsstadien der Parasiten (sogenannte Oozysten) mit dem Kot ausscheiden. Diese Oozysten können im Erdboden bis zu 18 Monate lang ansteckend bleiben. Zwischenwirte sind zahlreiche Säugetiere, unter anderem Mäuse, Schweine, Schafe, Rinder, Geflügel – und der Mensch. Im Zwischenwirt bilden die Parasiten ansteckende Gebilde, sogenannte Zysten. Ein Zwischenwirt ist nötig, damit sich die Parasiten weiterentwickeln können.

Toxoplasmose durch Katze
Sehr enger Kontakt mit Katzen kann das Antsteckungsrisiko mit Toxoplasmose für Menschen erhöhen, da Katzen als Endwirt des Toxoplasmose-Erregers dienen © istock/vladans
 

Was sind die Symptome von Toxoplasmose?

In den meisten Fällen verläuft eine Toxoplasmose-Infektion beschwerdefrei – 80 bis 90 Prozent der Betroffenen merken nichts von der Infektion und wissen gar nicht, dass sie infiziert sind oder waren. Nur bei wenigen zeigen sich Krankheitszeichen wie etwa Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Müdigkeit. Symptome wie Kopfschmerzen, Mattigkeit, Unlust, unklare Temperaturerhöhungen und starke Lymphknotenschwellungen können ebenfall ein Hinweis auf eine Toxoplasmose-Infektion sein.

Gesunde Menschen bilden Abwehrstoffe (Antikörper) gegen den Erreger und sind dann ein Leben lang immun. Besonders gefährdet sind dagegen Schwangere sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem (zum Beispiel AIDS-Patienten).

 

Wann ist Toxoplasmose gefährlich?

Im Normalfall ist Toxoplasmose eine harmlose und meist folgenlos ausheilende Erkrankung. Gefährlich ist eine Ansteckung für Mütter und ihr ungeborenes Kind. Schlimmstenfalls kann bei der Übertragung des Errgerers auf das ungeborene Kind zu einer Fehlgeburt kommen, oder das Ungeborene trägt schwere körperliche Schädigungen bzw. Hirnschäden davon. Aber auch Missbildungen werden durch Toxoplasmose hervorgerufen.

Toxoplasmose-Verlauf bei Schwangeren
Bei Schwangeren und immunschwachen Personen ist ein schwerer Verlauf mit Toxoplasmose möglich © istock/NataliaDeriabina

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts haben rund 50 Prozent der Deutschen bereits eine Toxoplasmose-Infektion durchgemacht. Die Anzahl nimmt mit steigendem Alter zu: In der Altersgruppe der über 50-Jährigen weisen mehr als 70 Prozent der Personen Antikörper gegen Toxoplasma gondii auf.

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