TomTom Touch – Körperfettanalyse auf Knopfdruck

Carolin Banser
TomTom Touch
TomTom zeigt sein erstes Fitnessarmband mit Körperanalysefunktion © privat

Braucht die Welt wirklich einen weiteren Fitness-Tracker? TomTom kennt auf diese Frage nur eine Antwort – und präsentiert aktuell das erste Fitnessarmband mit Körperanalysefunktion. Was kann der TomTom Touch wirklich? PraxisVITA hat den Test gemacht.

Groß geworden ist das niederländische Unternehmen TomTom mit dem Verkauf von Navigationsgeräten. Inzwischen ist es auch auf dem Fitness-Markt keine unbekannte Größe mehr. So konnte sich der Hersteller mit mehreren Fitness-Uhren einen Namen machen. Die Neuheiten heißen TomTom Spark 3, TomTom Adventurer und TomTom Runner 3. Jetzt setzt TomTom noch einen drauf und bringt nicht nur sein erstes Fitnessarmband auf den Markt, sondern integriert eine völlig neue Funktion, die es bislang bei keinem anderen Modell gibt: die Körperanalyse. Der Fitnesstracker zeigt dabei den Körperfett- und Muskelanteil an. Neben einem eingebauten Pulssensor wartet der Tracker auch mit herkömmlichen Features wie Schritt- und Kalorienzähler sowie einer Schlafanalyse auf. Ein GPS-Empfänger mit dem z.B. die Laufstrecke erfasst werden könnte, ist für den TomTom Touch nicht vorgesehen. Auch Trainingspläne fehlen. Da ich aber für mein Lauftraining ohnehin die TomTom Spark+Cardio benutze, soll mich das nicht weiter stören.

 

Feature Körperanalyse

Das Feature „Körperzusammensetzung“ misst den Anteil an Fett, Wasser und Muskelmasse in Prozent auf Knopfdruck – und ist das Alleinstellungsmerkmal der TomTom Touch. Für mich ein Grund, die Funktion sofort zu testen! Am Ende kann ich sehen, wie sich meine Körperzusammensetzung im Laufe der Zeit verändert und außerdem erkennen, wie fit ich wirklich bin. Praktisch! Bislang konnte die Körperzusammensetzung nur mit bestimmten Waagen oder teurer Technologie erhoben werden. Jetzt erhalte ich zum ersten Mal einen Einblick darin, ob das was ich tue, auch einen Effekt hat – ob ich abnehme und mein Körperfett reduziere oder Muskelmasse aufbaue. Ich bin daher hochmotiviert! Die Messung erfolgt über einen elektrischen Impuls, der durch den Oberkörper strahlt. Dazu ist es notwendig, den Zeigefinger auf den Sensor zu legen und dort für einige Sekunden ruhen zu lassen. Dann startet die Körperanalyse. Das war bei mir nicht immer ganz problemlos. Die ersten Male erschien auf dem Display anstatt eines Häkchens ein Kreuz. Erst nachdem ich meine Fingerspitze und mein Handgelenk unter der Elektrode mit etwas Wasser befeuchtet habe, hat mir das Gerät per Häkchen angezeigt, dass die Ergebnisse vorliegen.

Auf dem Smartphone werden Muskel- und Fettmasse in Prozent angegeben
Auf dem Smartphone werden Muskel- und Fettmasse in Prozent angegeben© privat

Für das Ergebnis der Körperfettmessung muss der TomTom Touch mit dem Smartphone verbunden werden. Ein kleiner Aufwand, der meine Vorfreude etwas trübt. Dafür stellt TomTom aber die MySports-App zur Verfügung, die kostenlos in den Stores bei Apple und Google angeboten wird. Diese kann nach dem Installieren via Bluetooth mit der Uhr verbunden werden. Nutzerdaten, die auf der Uhr hinterlegt wurden, werden synchronisiert. Ist das Smartphone erst einmal mit dem richtigen Gerät verbunden, ist die Übertragung der Daten ganz einfach.

TomTom Touch und Smartphone
TomTom stellt kostenlos die MySports-App zur Verfügung, über die alle Daten des Trackers erfasst werden können © privat
 

Fazit

TomTom kann mit der Körperanalyse als Alleinstellungsmerkmal auf jeden Fall punkten, dennoch bin ich skeptisch, ob der Tracker die tatsächliche Körperzusammensetzung misst  oder nach einem Algorithmus geht. TomTom selbst gibt an, dass eine Toleranz von fünf Prozent möglich sein muss. Auch wenn die Werte abweichen können, so schafft es der Tracker aber auf jeden Fall, einen Trend abzugeben, ob meine Aktivität die Muskelmasse schrumpfen oder wachsen lässt. Für mich ein Grund, mir zum Messen der Muskelmasse keine spezielle Waage anzuschaffen.

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