Tomate - leckeres Gemüse und Vitamin-Bombe

Die Tomate ist nicht nur ein beliebtes Gemüse, sondern auch eine wichtige Pflanze für unsere Gesundheit. Doch wer sie isst, sollte auf eine Sache achten.

Rohe Tomaten sind giftig
Unreife Tomaten enthalten den Giftstoff Solanin. Eine Vergiftung äußert sich durch Halskratzen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen und kann sogar zu Krämpfen und Lähmungen führen. Grüne, unreife Tomaten haben einen Solaningehalt von 9-32 mg/100g, rote Tomaten haben nur einen Gehalt von 0-0,7mg/100 g. Vergiftungserscheinungen treten ab einer Konzentration von 1 mg/kg Körpergewicht auf, Kinder sind also stärker gefährdet als Erwachsene.© Shutterstock
 

Tomate: Anwendung und Heilwirkung

Definition Tomate

Bezeichnung: Solanum lycopersicum Familie: Nachtschattengewächse (Solanaceae) Gattung: Nachtschatten (Solanum) Art: Tomate

Die Tomate gilt nicht als klassische Heilpflanze. Stichhaltige Untersuchungen und Bewertungen wie z. B. durch die Kommission E des heutigen Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte fehlen. Eine für die Gesundheit vorteilhafte Wirkung sollte ihr jedoch nicht prinzipiell abgesprochen werden. Viel Wasser, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe sowie kein Fett und wenig Kalorien machen aus ihr ein gesundes Nahrungsmittel.

Es wird auch vermutet, dass das Carotinoid Lycopin, ein sogenannter sekundärer Pflanzenstoff, auch im menschlichen Körper seine antioxidative Wirkung entfalten kann und so z. B. die UV-Empfindlichkeit der Haut senkt. Die Inhaltsstoffe sollen auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und das Krebsrisiko senken, wobei diese Wirksamkeit noch umstritten ist. In der Homöopathie wird das zur Blüte geerntete Kraut der Pflanze bei Atemwegsinfekten sowie Muskelschmerzen in entsprechender Verdünnung eingesetzt.

 

In der Tomate enthaltene Wirkstoffe

Carotinoide (Lycopin), organische Säuren, Vitamine (A, B1, C, E und Niacin), Mineralstoffe und Spurenelemente (u. a. Kalium, Magnesium, Calcium, Eisen, Mangan)

 

Botanik

Tomatensaft bietet UV-Schutz
Forscher haben herausgefunden: Der in Tomaten enthaltene Pflanzenstoff Lycopin beugt nicht nur Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Er schützt die Haut auch vor UV-Schäden. Trinken Sie am besten täglich ein Glas Tomatensaft© Fotolia

Tomaten sind ein meist einjähriges Nachtschattengewächs mit intensivem Geruch und doppelt gefiederten Blättern. Aus den gelben Blüten entwickeln sich Beerenfrüchte, die je nach Sorte in Größe, Farbe und Geschmack variieren. Die unreifen Früchte sind grün. Später werden sie meistens rot, seltener gelb. Allerdings sind auch andere Farben möglich. Die wilden Sorten mit einem Durchmesser von rund 2 Zentimetern sind deutlich kleiner als die in Supermärkten erhältliche Handelsware. Eine Frucht enthält bis zu 250 Samen.

 

Verbreitung

Die Heimat der Tomate ist Lateinamerika. Im Zuge der spanischen Eroberung Amerikas gelangte die Tomate im 16. Jahrhundert nach Europa. In Deutschland wird die Pflanze allerdings erst seit dem 19. Jahrhundert kultiviert.

 

Andere Namen für die Tomate

Liebesapfel, Goldapfel, Paradiesapfel, Paradeiser (österr.)

Wissenswertes über die Tomate

Wie auch bei ihrer Verwandten, der Kartoffel, dauerte es seine Zeit, bis sich die Tomate als wohlschmeckendes Gemüse in Europa etabliert hatte. Jenseits der südeuropäischen Staaten galt die Tomate lange Zeit zunächst nicht als Lebensmittel, sondern als Zierpflanze. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann in Deutschland der Anbau auf nennenswerten Flächen. Heute ist sie roh oder verarbeitet zu Tomatensaft, -mark oder Ketchup aus unserem Speiseplan nicht mehr wegzudenken.

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