Tollwut: Vorbeugen mit Hilfe einer Impfung

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Tollwut lässt sich mit einer Impfung vorbeugen. Da Deutschland als tollwutfrei gilt, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts in folgenden Fällen eine vorbeugende Impfung:

  • Personen, die beruflich mit Tieren zu tun haben: Empfohlen ist eine Impfung für Tierärzte, Jäger und Forstpersonal und andere Personen mit Umgang zu Tieren in Gebieten, in denen eine Wildtier-Tollwut neu auftritt.
  • Personen mit engem Kontakt zu Fledermäusen (z. B. ehrenamtliche Fledermausberinger oder Wildbiologen)
  • Laborpersonal, das Kontakt zum Tollwut-Viren hat
  • bei Reisen in eine Land mit hohem Tollwut-Risiko

Die Tollwut-Impfung besteht aus einer Serie von drei Impfdosen in den Oberarm. Nach der ersten Impfung folgen zwei weitere Dosen nach 7 und 21 beziehungsweise. 28 Tagen. Bei der Tollwut-Impfung handelt es sich um eine aktive Immunsierung: Der Tollwut-Impfstoff enthält abgeschwächte Tollwut-Erreger, die keine Krankheit auslösen. Dadurch wird das Immunsystem des Körpers angeregt, Abwehrstoffe (Antikörper) gegen das Virus zu bilden. Für einen dauerhaften Schutz sind Auffrischungsimpfungen notwendig.

Sie können einer Infektion mit Tollwut vorbeugen, indem Sie den Kontakt mit potenziellen Überträgern wie wilden Tieren meiden. Tollwütige Tiere verlieren oft die Scheu vor dem Menschen, bleiben Sie also auf Distanz. Sollten Sie beruflich Kontakt mit Wildtieren haben, zum Beispiel mit Fledermäusen, können Sie der Tollwut vorbeugen, indem Sie die Tiere nur mit Handschuhen anfassen. Vor allem bei Fledermäusen gilt: Hände weg! Sie sollten weder lebendige, flugunfähige oder tote Fledermäuse anfassen, da sie auch in Deutschland die Tollwut noch übertragen können.

Ein Risiko besteht zudem bei eingeschleppten Haustieren aus Ländern mit erhöhtem Tollwut-Risiko wie zum Beispiel Afrika, Asien, dem Balkan oder der Türkei. Führen Sie keine Tiere ein, bei denen der Impfstatus nicht geklärt ist, um kein unnötiges Risiko einzugehen.

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