Tod durch Toilettenphobie

Toilette
Die Angst vor dem Toilettengang führte in England zum Tod eines 16-jährigen Mädchens © Shutterstock

Eine 16-jährige Engländerin starb an einem Herzinfarkt. Der Grund: Sie war zwei Monate lang nicht zur Toilette gegangen. Lesen Sie hier ihre Geschichte.

Am 8. Februar 2013 kollabierte Emily T. aus dem britischen Cornwall in ihrem Elternhaus. Sanitäter brachten sie ins Krankenhaus, doch dort konnte nur noch ihr Tod festgestellt werden.

 

Wochenlang kein Stuhlgang

Emily litt an einer milden Form von Autismus. Aufgrund einer starken Toilettenphobie hielt sie teilweise wochenlang den Stuhldrang zurück. Laut Angaben von Medizinern ähnelte diese Furcht dem Stuhlgang-Zurückhalten, das bei kleinen Kindern häufig vorkommt. Nach einem Zeitraum von zwei Monaten ohne Stuhlgang wuchs Emilys Darm zu solch einer Größe an, dass er andere Organe verschob, den Brustraum zusammendrückte und schließlich zu einem Herzinfarkt führte.

Bereits einige Stunden vor ihrem Tod hatten die Eltern des Mädchens den Notarzt gerufen, weil es ihrer Tochter schlecht ging. Als die Sanitäter ankamen, fanden sie eine blasse Patientin vor, die über Schmerzen zwischen den Schulterblättern klagte, sich aber weigerte, ins Krankenhaus gebracht zu werden.

Die Pathologin, die die Obduktion der Patientin durchführte, berichtete von einer "massiven Erweiterung des Dickdarms" – etwas vergleichbares habe sie noch nie zuvor gesehen.

Als die Sanitäter Stunden später wiederkamen, lag Emily an der Türschwelle zum Badezimmer. Ihr Bauch war so stark verformt, dass die unteren Rippen nach außen gedrückt wurden.

Laut einem Bericht der BBC wäre Emilys Tod durch die richtige medizinische Therapie vermeidbar gewesen, doch das Mädchen habe sich standhaft gegen eine Behandlung gewehrt.

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