TK-Safe – jetzt kommt die elektronische Gesundheitsakte

Verena Elson
Immer und überall Zugriff auf die eigenen Gesundheitsdaten haben – das verspricht die "elektronische Gesundheitsakte" der TK
Immer und überall Zugriff auf die eigenen Gesundheitsdaten haben – das verspricht die "elektronische Gesundheitsakte" der TK © iStock/AleksandarNakic

Die Techniker Krankenkasse hat gemeinsam mit IBM eine elektronische Gesundheitsakte entwickelt, die es Versicherten ermöglicht, auf all ihre persönlichen Gesundheitsdaten zuzugreifen und diese selbst zu verwalten.

Wann war nochmal mein letzter Zahnarzttermin? Wie waren meine Werte bei der letzten Blutuntersuchung? Und wo steckt jetzt wieder mein Impfausweis? Für TK-Versicherte könnten solche Probleme bald Geschichte sein – denn mit „TK-Safe“ können sie per TK-App jederzeit auf all ihre Gesundheitsdaten zugreifen. Die TK ist die erste gesetzliche Krankenkasse, die eine solche „elektronische Gesundheitsakte“ einführt.

Zu den einsehbaren Daten zählen alle der Versicherung vorliegenden Informationen, also etwa Arztbesuche (inklusive Diagnose), Laborwerte, verschriebene Medikamente und die Impfhistorie.

 

„Selbst über die eigenen Daten verfügen“

Der Versicherte kann selbst zusätzlich Daten hochladen – etwa Arztbriefe nach einem Krankenhausaufenthalt, Röntgenbilder oder rezeptfreie Medikamente, die per Barcodescanner gespeichert werden können.

„Mit TK-Safe ermöglichen wir unseren Versicherten den Schritt in ein modernes Gesundheitswesen, in dem sie selbst über ihre Daten verfügen können. Derzeit haben wir völlig überholte, analoge Strukturen, die es Patienten unnötig schwer machen, an ihre eigenen Daten heranzukommen“, so Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK.

 

Wer kann die Daten außer mir einsehen?

Auf TK-Safe hat ausschließlich der Nutzer selbst Zugriff – auf seinem registrierten Smartphone mit dem persönlichen Passwort innerhalb der TK-App. Die Akte kann weder von Ärzten noch von der TK selbst (oder IBM) eingesehen werden.

Bislang befindet sich TK-Safe noch im Test – für einen erweiterten Anwendertest können sich TK-Versicherte nun bundesweit vorab registrieren. Wie das funktioniert, erfahren Sie hier.

Auch auf Bundesebene gibt es Pläne für eine „elektronische Patientenakte“, die bis zum Jahr 2021 im Rahmen der erweiterten elektronischen Gesundheitskarte für alle Versicherten eingerichtet werden soll.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und auch Patienten- und Verbraucherschützer fordern einheitliche Standards bei der Einführung von elektronischen Gesundheitsakten – „Insellösungen“ wie der der TK stehen sie skeptisch gegenüber.

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