Thuja: Lebensbaum gegen Warzen und mehr

Redaktion PraxisVITA

Thuja (Thuja occidentalis) ist der Lebensbaum, den viele als Hecke aus dem Garten kennen werden. In der Homöopathie gilt die Pflanze als Mittel mit außerordentlich hoher Wirkungskraft. Der wichtigste Einsatzbereich sind Warzen. Es gibt jedoch zahlreiche weitere Anwendungsgebiete.

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Thuja wird nicht nur für die Behandlung von Warzen eingesetzt Foto:  iStock/carmenhauser
Inhalt
  1. Was ist Thuja?
  2. Gegen welche Beschwerden wird Thuja angewandt?
  3. Wie wird Thuja dosiert und angewandt?
  4. Thuja für Baby und Kind?
 

Was ist Thuja?

Thuja occidentalis ist der Abendländische Lebensbaum, auch Gewöhnliche Thuja genannt. Es gibt weitere Arten, etwa Thuja orientalis (Morgenländischer Lebensbaum), Thuja plicata (Riesen-Lebensbaum) und Thuja standishii (Japanischer Lebensbaum). Tatsächlich ist vor allem der Abendländische Lebensbaum hierzulande meist als Heckengewächs und Zierpflanze bekannt. Der Thuja-Baum ist immergrün.

Das in Zweigspitzen und Zapfen enthaltene Thujon ist ein ätherisches Öl, das giftig ist. Äußerlich kann es Hautreizungen verursachen. Wird es eingenommen, kann es auch tödlich wirken.

Die Homöopathie verwendet die frischen einjährigen Zweige und verdünnt (potenziert) den Wirkstoff bei der Herstellung der Mittel stark. 

 

Gegen welche Beschwerden wird Thuja angewandt?

Bekannt ist Thuja occidentalis für die Behandlung aller Arten von Warzen: Blumenkohlartige Warzen, Hexenwarzen oder Feigwarzen (Condylomata). Auch bei anderen Wucherungen der Haut oder der Schleimhaut, wie Polypen, Gerstenkörnern, Milien oder Zysten, soll Thuja helfen.

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Aufgrund seiner Bandbreite wird Thuja in der Homöopathie als Polycreste (Vielkönner) bezeichnet. Krankheiten und Beschwerden, die typischerweise auf Thuja ansprechen sollen, sind:

  • langwierige oder chronische Erkältungen und Schleimhautentzündungen
  • Polypen oder Aphthen der Nasen- und Mundschleimhaut
  • Verstopfungen oder chronische Durchfälle
  • Analekzeme
  • Entzündungen im Genitalbereich bei Männern wie Frauen
  • Rheuma
  • Folgen von Impfungen
  • unangenehm riechender Schweiß
  • fettige Gesichtshaut

Für Thuja gibt es sogenannte Leitsymptome. Bessern sich die Beschwerden bei Wärme, trockenem Wetter und Bewegung, oder verschlechtern sie sich durch feuchte Kälte, Wetterwechsel, Ruhe und durch Zwiebeln, deutet das darauf hin, dass Lebensbaum das richtige Mittel für eine Behandlung ist.

 

Wie wird Thuja dosiert und angewandt?

Als sogenanntes großes homöopathisches Mittel sollte Thuja nur nach gründlicher Anamnese durch einen Homöopathen verordnet werden, der die Dosierung festlegt. Bei Warzen ist hingegen eine Selbstbehandlung mit Thuja möglich. Für eine äußerliche Anwendung wird die Urtinktur auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen.

Das kann um eine innerliche Anwendung ergänzt werden. Dafür empfehlen Heilpraktiker die Potenzen D6 oder D12, die maximal dreimal täglich eingenommen werden. Zwei bis drei Globuli sind dabei eine Dosis.

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Thuja für Baby und Kind?

Thuja soll auch bei verschiedenen Erkrankungen von Kindern helfen. Zur Selbstbehandlung eignet sich das Mittel auch bei ihnen vor allem gegen Warzen. In diesem Fall ist ein Versuch mit Globuli D12 möglich.

Tritt keine Besserung oder gar eine Verschlimmerung ein, ist ein Besuch beim Arzt angezeigt. Babys und Kindern sollte man Thuja-Globuli oder eine Urtinktur nicht über einen längeren Zeitraum verabreichen, da dies zu einer Verschlechterung der Symptome führen kann.

Hinweis: Die spezifische Wirksamkeit von Homöopathie wird in der Wissenschaft diskutiert. Dennoch ist Homöopathie als sanfte Heilmethode sehr beliebt.

Quellen:

  • Sommer, S. (2015): Homöopathie. Alltagsbeschwerden selbst behandeln. Gräfe und Unzer Verlag, München
  • Stumpf, W. (2015): Homöopathie für Kinder. Gräfe und Unzer Verlag, München
  • Wiesenauer, M. & Kirschner-Brouns, S. (2007): Homöopathie – Das große Handbuch. Gräfe und Unter Verlag, München
  • Thuja, in: dhu-globuli.de
  • Thuja - Lebensbaum, in: homoeopathie-online.info
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