Therapie: Wie wird Parkinson behandelt?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung

Da Parkinson bislang nicht heilbar ist, zielt die Parkinson-Therapie darauf ab, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen, die Beschwerden zu lindern und Lebensqualität sowie Selbstständigkeit so lange wie möglich zu erhalten. Betroffene sollen in Beruf, Familie und Gesellschaft so lange wie möglich ohne Hilfen und weitestgehend beschwerdefrei leben können.

In der Parkinson-Therapie setzt der Arzt vor allem das Medikament Levodopa ein. Es gilt als das derzeit wirkungsvollste Medikament bei Parkinson. Levodopa ist eine Vorstufe des Botenstoffs Dopamin. Durch das Absterben bestimmter Nervenzellen entsteht ein Dopamin-Mangel, der zu den typischen Parkinson-Symptomen führt. Levodopa kann ein Teil des Dopamin-Verlusts ausgleichen, indem es im Gehirn in Dopamin umgewandelt wird. Bei der Mehrzahl der Betroffenen lindert Levodopa die Parkinson-Beschwerden, insbesondere im Frühstadium, deutlich. Mit fortschreitender Erkrankung muss der Arzt in der Regel die Levodopa-Dosis erhöhen.

Alternativ oder ergänzend zu Levodopa können Betroffene während der Parkinson-Therapie sogenannte Dopamin-Agonisten einnehmen. Sie sind dem Dopamin sehr ähnlich und entfalten im Gehirn eine vergleichbare Wirkung. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass Dopamin-Agonisten den Krankheitsverlauf bei Parkinson verlangsamen. Grundsätzlich gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Dopamin-Agonisten.

Weitere Medikamente unterstützen die Wirkung von Levodopa oder verzögern den Abbau von natürlichem Dopamin. Zu diesen Wirkstoffen gehören sogenannte COMT- oder MAO-B-Hemmer. Andere Wirkstoffe wiederum wirken auf Botenstoffe, die dem Dopamin im Gehirn nachgeschaltet sind, wie beispielsweise NMDA-Antagonisten.

Eine Alternative zur Einnahme von Medikamenten bei der Therapie von Parkinson ist die sogenannte Tiefenhirnstimulation. Dabei entsendet eine Elektrode elektrische Impulse in die betroffene Region im Gehirn, die über ein Gerät gesteuert wird, das der Chirurg unter die Haut legt.

Ein weiterer, wichtiger Baustein der Parkinson-Therapie ist eine gezielte Physiotherapie, die Beweglichkeit, Körperstabilität und Reaktionsschnelligkeit fördert. Eine Sprechtherapie kann den für Parkinson typischen Sprachstörungen entgegenwirken. Muskeln, die die Stimme stärken, werden hier ebenso trainiert wie Atemtechnik und Aussprache. Bei Anzeichen einer Depression oder einer Psychose kann eine Psychotherapie oder die Einnahme von Psychopharmaka notwendig sein.

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