Therapie: Was tun gegen eine Tuberkulose?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Eine Therapie ist bei jeder aktiven Tuberkulose notwendig. Menschen mit offener Tuberkulose werden im Krankenhaus behandelt, dabei muss darauf geachtet werden, dass sich andere Personen sich nicht anstecken.

Die Standardtherapie einer Tuberkulose erfolgt mit speziellen Antibiotika (Antituberkulotika), die die Betroffenen kombiniert über sechs Monate hinweg erhalten, bei komplizierten Verläufen auch länger.

 

Bei Tuberkulose kommen folgende Wirkstoffe zur Therapie infrage:

  • Isoniazid
  • Rifampicin
  • Pyrazinamid
  • Ethambutol
Bei Tuberkulose immer wieder zum Arzt gehen
Bei einer Tuberkulose Infektion muss man über mehrer Monate immer wieder zum Arzt gehen und sich behandeln lassen© Fotolia

In den ersten zwei Monaten der Therapie einer Tuberkulose (der sog. Initialphase) wird eine Kombination aller vier Wirkstoffe verabreicht, anschließend nur noch Isoniazid und Rifampicin für weitere vier Monate. Die Wirkstoffe werden kombiniert eingesetzt, da einerseits Tuberkulose-Erreger resistent gegen einen bestimmten Wirkstoff sein können, andererseits wirken die verschiedenen Antibiotika auf unterschiedliche Weise und ergänzen sich so. Es ist wichtig, die Medikamente über den gesamten Zeitraum zu verabreichen, da eine zu kurze Therapie oder das Weglassen eines Medikaments zu einem Rückfall oder Resistenzen der Tuberkulose-Bakterien führen kann.

Ist ein Tuberkulose-Erreger gegen mehrere Wirkstoffe resistent (Multiresistenz), gestaltet sich die Behandlung schwieriger. Es wird dann auf Medikamente zurückgegriffen, die unter Umständen weniger gut wirken und/oder stärkere Nebenwirkungen haben (sog. Reservemittel bzw. Zweitrangmedikamente). In diesem Fall ist auch eine längere Behandlungsdauer über 18 bis 24 Monate notwendig.

Da auch nach einer Therapie eine Tuberkulose wieder auftreten kann, werden Patienten bis zu zwei Jahre lang nach Abschluss einer Behandlung weiterhin regelmäßig ärztlich nachkontrolliert.

Vorbeugung
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