Tabletten gegen Nagelpilz: Wann ist die Behandlung sinnvoll?

Tabletten gegen Nagelpilz helfen – für schöne Füße
Tabletten gegen Nagelpilz können eine sinnvolle Behandlungsergänzung sein, damit Sie schnell wieder schöne Füße haben © Fotolia

Bei einer leichten Erkrankung reicht die äußerliche Behandlung von Nagelpilz aus. PraxisVITA erklärt, wann die Einnahme von Tabletten gegen Nagelpilz sinnvoll ist.

 

Nagelpilz verschwindet nicht von alleine

Nagelpilz ist eine lästige Infektionskrankheit, die nicht von alleine verschwindet und deshalb unbedingt behandelt werden sollte. In der Medizin wird dabei zwischen zwei verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten unterschieden: Die äußerliche, sogenannte Lokaltherapie wird durch das Auftragen medizinischer Lacke oder Salben durchgeführt. Nagelpilz ist allerdings nicht nur unangenehm, sondern auch hartnäckig: Bis der Pilz verschwindet, können Monate vergehen.

 

Tabletten gegen Nagelpilz: Die Entscheidung liegt beim Arzt

Sollte die äußerliche Behandlung allein wenig Wirkung zeigen, kann der Arzt die sogenannte systemische Therapie verordnen: Der Patient erhält dann zusätzlich Tabletten gegen Nagelpilz, um die Behandlung zu beschleunigen. Ob die systematische Therapie infrage kommt, hängt allerdings unter anderem davon ab, wie schwer der Befall ist. Laut den ärztlichen Behandlungsrichtlinien gilt: Sind weniger als drei Nägel von Nagelpilz betroffen und die jeweiligen Nagelplatten zu weniger als 70 Prozent befallen, reicht die äußerliche Behandlung aus. Zusätzlich achtet der Arzt bei der Überlegung, ob er Tabletten verordnen soll darauf, wo genau die Infektion vorliegt: An den Nagelrändern lässt sich der Pilz leichter behandeln als im Bereich des Nagelbettes.

Der Arzt entnimmt eine Nagel-Probe
Um die Nagelpilzart zu bestimmen, entnimmt der Arzt eine Nagelprobe. So kann er auch entscheiden, ob es Sinn ergibt, Tabletten gegen Nagelpilz zu verordnen© Fotolia
 

Nebenwirkungen sind nicht ausgeschlossen

Während Nebenwirkungen wie Rötungen oder Schuppungen bei der äußerlichen Behandlung von Nagelpilz eher selten auftreten, sind sie bei der Einnahme von Tabletten gegen Nagelpilz deutlich häufiger: Betroffene Patienten klagen neben allergischen Hautreaktionen meist über Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden. Verantwortlich dafür sind in den Tabletten vorhandene Wirkstoffe wie Griseofulvin, Terbinafin und Fluconazol, die über das Blut transportiert werden und den Pilz direkt angreifen. Aufgrund der Nebenwirkungen prüfen Ärzte sehr gründlich, ob der Patient für die systemische Behandlung überhaupt infrage kommt ­– ausgenommen sind beispielsweise Schwangere, Stillende und Menschen mit Lebererkrankungen.

Im Video erfahren Sie, was noch gegen Nagelpilz helfen kann!

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