Symptome von Magnesiummangel – von Wadenkrämpfen bis Herzrasen

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Wadenkrämpfe, Lidzucken, Müdigkeit – die Symptome eines Magnesiummangels zeigen sich im ganzen Körper. Und der Mangel tritt relativ häufig auf: Durchschnittlich nimmt jeder Deutsche nur etwa 250 statt der empfohlenen 400 Milligramm Magnesium pro Tag auf.

Ist die Magnesiumzufuhr zu gering (weniger als 300 bis 400 Milligramm am Tag), greift der Körper auf Speicher in Knochen und Muskeln zurück, um den Magnesiumspiegel im Blut konstant zu halten. Sind auch diese Reserven verbraucht, sinkt der Magnesiumgehalt im Blut. Die Konzentration des Gesamtmagnesiums liegt dann bei unter 0,65 Millimol pro Liter. Der Normalwert bei Erwachsenen liegt zwischen 0,73 und 1,1 Millimol pro Liter Blut. Hat sich ein Magnesiummangel entwickelt, kann das vielfältige und unterschiedlich starke Symptome hervorrufen.

Frau streckt Bein von Mann mit Wadenkrampf
Wadenkrämpfe sind nur ein mögliches von vielen Symptomen eines Magnesiummangels© iStock/Jacob Ammentorp Lund
 

Welche Symptome treten bei Magnesiummangel auf?

Da das lebenswichtige Mineralsalz an zahlreichen Körperfunktionen beteiligt ist, äußert sich ein Magnesiummangel im gesamten Organismus – physisch und psychisch. Die Stärke der Symptome ist abhängig von der Ausprägung des Mangels. Zu möglichen Anzeichen gehören:

Frau hält sich den schmerzenden Nacken
Verspannte Muskeln im Nacken- und Schulterbereich können auf einen Magnesiummangel hinweisen© iStock/MarsBars
  • Empfindungsstörungen: Kribbeln und Taubheitsgefühle in Händen und Füßen sind ein mögliches Anzeichen für Magnesiummangel – die Nerven- und Muskelfunktion ist gestört.
  • Lidzucken: Magnesium beeinflusst das Zusammenspiel von Muskeln und Nerven – unkontrollierbare Muskelzuckungen können ein Symptom von Magnesiummangel sein.
  • Kopfschmerzen: Fehlt dem Körper Magnesium, liegt häufig eine Übererregbarkeit der Nerven- und Muskelzellen vor. Unter anderem sind Kopfschmerzen die Folge.
  • Migräne: Durch Magnesiummangel ausgelöste Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich können die Entstehung von Migräneanfällen führen.
Mann sitzt im Bett und hält sich den schmerzenden Kopf
Leiden Sie unter Migräne? Vielleicht fehlt Ihrem Körper Magnesium© iStock/tetmc
  • Muskelkrämpfe: Magnesium ist für die Entspannung des Muskels nach der Kontraktion zuständig. Fehlt der Mineralstoff, kommt es zu Muskelkrämpfen. Das wohl bekannteste Symptom von Magnesiummangel sind schmerzhafte Wadenkrämpfe. Doch auch Zehen und Oberschenkel können sich als Folge des Mineralstoffmangels verkrampfen.
  • Muskelverspannungen: Treten bei einem Mangel vor allem im Schulter- und Nackenbereich auf.
  • Magen- und Darmbeschwerden: Auch in den Muskeln des Magen-Darm-Trakts zeigen sich die Symptome eines Magnesiummangels. Beschwerden wie Durchfall, Verstopfung und schmerzhafte Krämpfe können auftreten. Bei Durchfallerkrankungen sollten Sie vermehrt Magnesium aufnehmen, da die Mineralstoffe den Darm zu schnell passieren und von der Darmschleimhaut nicht richtig resorbiert werden können.
  • Regelbeschwerden: Magnesium verringert die Verkrampfung der Gebärmuttermuskulatur. Fällt die krampflösende Wirkung des Minerals bei einem Mangel weg, leiden manche Frauen an starken Regelschmerzen.

Traurige Frau verschränkt Hände vor dem Gesicht

Magnesiummangel kann das psychische Wohlbefinden negativ beeinflussen© iStock/elenalenova

  • Müdigkeit und Teilnahmslosigkeit: Magnesium ist an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt, die Energie freisetzen. Müdigkeit und Abgeschlagenheit sind deshalb typische Symptome für einen Mangel. Zudem kann Magnesiummangel Schlafstörungen verursachen, die wiederum zu Müdigkeit führen.
  • Nervosität: Der Mineralstoff ist verantwortlich für die Dämpfung der Reizweiterleitung der Nerven und für die Übertragung von Reizen auf die Muskeln. Vermindert sich der Effekt durch Magnesiummangel, ist die Reizschwelle stark herabgesetzt – innere Unruhe ist eine mögliche Folge.
  • Herzrasen: Spürbarer Herzschlag und Kreislaufbeschwerden sowie Herzrhythmusstörungen sind typische Symptome eines Magnesiummangels. Der Mineralstoff wird zur Entspannung des Herzmuskels benötigt.
  • Schlafstörungen: Magnesiummangel kann Dauer und Qualität des Schlafes negativ beeinflussen, da die entspannende Wirkung des Mineralstoffs fehlt.
  • Psychische Symptome: erhöhte Reizbarkeit, Nervosität, depressive Verstimmungen, Unruhe und Konzentrationsschwäche können Hinweise auf einen Mangel sein. Hintergrund ist, dass Magnesium unter anderem an der Entstehung des sogenannten Glückshormons Serotonin beteiligt ist.
 
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