Symptome von Magnesiummangel – von Wadenkrämpfen bis Herzrasen

Redaktion PraxisVITA

Die Symptome eines Magnesiummangels zeigen sich sowohl durch körperliche als auch durch psychische Beschwerden. Befindet sich zu wenig Magnesium im Körper, kann sich das unter anderem durch Herzrasen äußern. Welche Symptome auf einen Magnesiummangel hindeuten.

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Durchschnittlich nimmt jeder Deutsche nur etwa 250 statt der empfohlenen 400 Milligramm Magnesium pro Tag auf. Zu wenig Magnesium im Körper kann allerdings unangenehme Folgen haben, wie etwa Herzrasen und Muskelzuckungen. Daneben können noch viele weitere Symptome auftreten.

 

Der Körper greift bei einem Magnesiummangel auf Depots zurück

Ist die Magnesiumzufuhr zu gering, greift der Körper auf Speicher in Knochen und Muskeln zurück, um den Magnesiumspiegel im Blut konstant zu halten. Sind auch diese Reserven verbraucht, sinkt der Magnesiumgehalt im Blut. Die Konzentration liegt dann bei unter 0,65 Millimol pro Liter – der Normalwert liegt bei Erwachsenen zwischen 0,73 und 1,1 Millimol pro Liter Blut.

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Symptome eines Magnesiummangels: Herzrasen, Zuckungen und Müdigkeit

Da das lebenswichtige Mineralsalz an zahlreichen Körperfunktionen beteiligt ist, äußert sich ein Magnesiummangel im gesamten Organismus – physisch und psychisch. Aber warum kann Herzrasen durch Magnesiummangel entstehen und was hat es mit den Muskelzuckungen auf sich?

Die Symptome eines Magnesiummangels im Überblick:

Empfindungsstörungen: Kribbeln und Taubheitsgefühle in Händen und Füßen sind ein mögliches Anzeichen für Magnesiummangel – die Nerven- und Muskelfunktion ist gestört.

Lidzucken: Magnesium beeinflusst das Zusammenspiel von Muskeln und Nerven – unkontrollierbare Muskelzuckungen können daher auf einen Mangel hinweisen.

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Kopfschmerzen: Fehlt dem Körper Magnesium, liegt häufig eine Übererregbarkeit der Nerven- und Muskelzellen vor. Unter anderem sind Kopfschmerzen die Folge.

Muskelkrämpfe: Magnesium ist für die Entspannung des Muskels nach der Kontraktion zuständig. Fehlt der Mineralstoff, kommt es zu Muskelkrämpfen. Das wohl bekannteste Symptom von Magnesiummangel sind schmerzhafte Wadenkrämpfe. Doch auch Zehen und Oberschenkel können sich als Folge des Mineralstoffmangels verkrampfen.

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Verspannungen: Wenn die Muskeln aufgrund des Magnesiummangels nicht mehr entspannen können, kommt es zu Verhärtungen in Nacken, Schultern und Rücken. 

Magen- und Darmbeschwerden: Auch in den Muskeln des Magen-Darm-Trakts zeigen sich die Symptome eines Magnesiummangels. Beschwerden wie Durchfall, Verstopfung und schmerzhafte Krämpfe können auftreten. Bei Durchfallerkrankungen sollten Sie vermehrt Magnesium aufnehmen, da die Mineralstoffe den Darm zu schnell passieren und von der Darmschleimhaut nicht richtig resorbiert werden können.

Regelbeschwerden: Magnesium verringert die Verkrampfung der Gebärmuttermuskulatur. Fällt die krampflösende Wirkung des Minerals bei einem Mangel weg, leiden Frauen stärker an Regelschmerzen.

Müdigkeit und Teilnahmslosigkeit: Magnesium ist an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt, die Energie freisetzen. Müdigkeit und Abgeschlagenheit sind deshalb typische Symptome für einen Mangel. Zudem kann Magnesiummangel Schlafstörungen verursachen, die zusätzlich zu Müdigkeit führen.

Schlafstörungen: Magnesiummangel kann Dauer und Qualität des Schlafes negativ beeinflussen, da die entspannende Wirkung des Mineralstoffs fehlt.

Psychische Symptome: erhöhte Reizbarkeit, depressive Verstimmungen, Unruhe und Konzentrationsschwäche können Hinweise auf einen Mangel sein. Hintergrund ist, dass Magnesium unter anderem an der Entstehung des sogenannten Glückshormons Serotonin beteiligt ist.

Nervosität: Der Mineralstoff dafür verantwortlich, Reizweiterleitung der Nerven zu regulieren. Vermindert sich der Effekt durch Magnesiummangel, ist die Reizschwelle stark herabgesetzt – innere Unruhe ist eine mögliche Folge.

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Gefährliche Mangelerscheinungen: Mangel an Magnesium verursacht Herzrasen

Ein spürbarer Herzschlag und Kreislaufbeschwerden sowie Herzrhythmusstörungen gehören zu den typischsten – und gefährlichsten Symptomen eines Magnesiummangels. Denn das Herz, der größte Muskel im Körper, kann ohne eine das Mineral nicht entspannen. Zudem unterstützt Magnesium über die Herzzellen die Pumptätigkeit des Herzens.

Genauso wie Herzrasen durch zu wenig Mangel entstehen kann, lässt sich daher ein hoher Puls mit Magnesium auf natürliche Weise wieder senken. Allerdings sollte Magnesium gegen Herzrasen und andere Symptome nur nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden.

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