Superfood Granatapfel selber anpflanzen

Superfood Granatapfel selber anpflanzen
Foto:  iStock/anandaBGD
Inhalt
  1. Granatapfel selbst pflanzen: Samen vorbereiten
  2. Aussaat der Granatapfelsamen 
  3. Granatapfelkeimlinge pflegen 
  4. Granatapfel selbst pflanzen – Hauptsache warm

Seine roten Kerne sind heiß begehrt. Doch können Sie den Granatapfel auch selbst pflanzen? Ja – allerdings braucht es für die Früchte sehr viel Wärme.

Ob im Müsli, im Salat oder als Dessert – Granatapfelkerne verleihen vielen Gerichten eine exotische Note. Und sind dabei noch richtig gesund. In der Frucht stecken viele Mineralien und sie ist besonders reich an E- und B-Vitaminen. Das Besondere am Granatapfel sind jedoch die in der Frucht enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe. Mit ihrer antioxidativen Wirkung schützen diese die Zellen vor schädlichen Einflüssen und wirken entzündungshemmend. 

Der Granatapfel ist in West- und Mittelasien beheimatet und wird vermehrt in Mittelmeergebieten angebaut. Mit dem richtigen Vorgehen können Sie die Beerenfrucht aber auch in Deutschland ganz einfach selbst züchten. PraxisVITA zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie einen Granatapfel selbst pflanzen und die Kerne der Frucht in eine schöne Topfpflanze für den Balkon oder die Terrasse verwandeln können. Was Sie aber vorab wissen sollten: Damit die selbst gezogene Granatapfelpflanze auch Früchte entwickelt, brauchen Sie ein Gewächshaus – oder einen ganz besonders warmen Sommer.

Granatäpfel können meistens erst von älteren Pflanzen geerntet werden
Granatäpfel können meistens erst von älteren Pflanzen geerntet werden Foto: iStock/Creative-Family
 

Granatapfel selbst pflanzen: Samen vorbereiten

Die Samen für Ihre neue Topfpflanze können Sie ganz einfach aus einem gekauften Granatapfel gewinnen. Dafür schneiden Sie die Frucht einmal in der Mitte durch. Entfernen Sie mit einem Löffel die Samen vom Fruchtfleisch und spülen Sie diese in einem Sieb mit heißem Wasser ab. 

 

Aussaat der Granatapfelsamen 

Nachdem die Samen abgespült wurden, sollte es möglichst sofort mit der Aussaat weitergehen. Befüllen Sie einen kleinen Gartentopf mit durchlässiger Gartenerde. In einem Behälter sollten Sie maximal vier Kerne platzieren. Da Granatapfelkerne Licht brauchen, um zu keimen, werden sie nur leicht angedrückt und nicht mit Erde bedeckt. Bewässern Sie die Kerne nach der Aussaat direkt einmal ausgiebig. Um die ideale Feuchtigkeit für den Keimvorgang zu garantieren, kann der Topf anschließend mit einer Folie oder einer Plastiktüte abgedeckt werden. 

 

Granatapfelkeimlinge pflegen 

Die Sämlinge gedeihen am besten bei Zimmertemperatur an einem sonnigen Plätzchen auf der Fensterbank. Halten Sie die Erde durch regelmäßiges Gießen feucht, aber vermeiden Sie Staunässe. Sobald sich die ersten Pflanzenspitzen zeigen, kann die Plastiktüte oder Folie entfernt werden. 

Wenn sich die ersten Blättchen gebildet haben, müssen die Pflanzen in einzelne Töpfe umgetopft werden. Im Frühjahr blüht der Granatapfel herabhängende rote Trichterblüten, aus denen sich dann die Frucht entwickelt. Bis zum späten Herbst sollte die Pflanze an einem sonnigen Platz auf der Terrasse oder im Garten stehen. Im Winter verliert sie ihre Blätter und sollte ins Haus gestellt werden. 

Im Frühjahr blüht der Granatapfel herabhängende rote Trichterblüten
Im Frühjahr blüht der Granatapfel herabhängende rote Trichterblüten Foto: iStock/feyyazalacam
 

Granatapfel selbst pflanzen – Hauptsache warm

Leider werden die Früchte in Deutschland nur bei der Aufzucht im Gewächshaus oder in sehr heißen Sommern vollständig reif. Granatäpfel können auch meistens nur von älteren Pflanzen geerntet werden. Schön anzusehen ist die Pflanze mit ihren glockenförmigen Blüten jedoch in jedem Fall. Wenn Sie einen Granatapfel mit mehr Ambitionen selbst pflanzen möchten, erkundigen Sie sich am besten bei einem Experten – oder nach Möglichkeiten, Ihre Pflanze in einem Gewächshaus aufzuziehen

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2019 praxisvita.de. All rights reserved.