Stunde eins nach einem Big Mac – das passiert im Körper

Hamburger mit Pommes
Ein Big Mac liefert dem Körper schnell viel Energie – doch die wird schon kurz nach dem Verzehr wieder abgebaut. So kommt es zu erneutem Heißhunger © Fotolia

Schon bei dem Anblick kann einem das Wasser im Mund zusammenlaufen – ein saftiger Big Mac lässt bei manchem die Selbstdisziplin dahinschmelzen. Doch was passiert im Körper, wenn wir der Versuchung nachgeben?

Ein Big Mac enthält 540 Kalorien und 1,3 Gramm Transfette (empfohlene Höchstdosis pro Tag: zwei bis drei Gramm). Welche Prozesse laufen im Körper ab, nachdem wir das alles gegessen haben? ein US-amerikanisches Onlineportal veröffentlichte nun eine Grafik, die alle Vorgänge im Körper in der ersten Stunde nach dem Verzehr eines Big Macs verdeutlicht.

 

Die ersten zehn Minuten: Glücksgefühl

Unser Gehirn freut sich über stark kalorienhaltige Nahrung – denn für unsere Vorfahren bedeutete sie, dass das Überleben für eine gewisse Zeitspanne gesichert war. Darum setzt das Belohnungszentrum den Glücksbotenstoff Dopamin frei, nachdem der Big Mac verzehrt wurde. Dieser Mechanismus macht es so schwer, zu widerstehen, wenn wir uns einmal an kalorienhaltige Lebensmittel gewöhnt haben: Wir möchten die Belohnung immer wieder erleben und werden geradezu süchtig nach Kalorienbomben.

 

Nach 20 Minuten: Anstieg des Blutzuckerspiegels

Das Brötchen des Big Macs enthält große Mengen an Maissirup – ein Zuckerkonzentrat, das aus der Stärke von Mais hergestellt wird. Jetzt wird der Körper gleichsam mit Zucker geflutet und der Blutzuckerspiegel steigt.

 

Nach 30 Minuten: Dehydrierung

Ein Big Mac enthält rund 970 Milligramm Salz. Da der Organismus stets bemüht ist, den Salzgehalt des Blutes konstant zu halten, muss er jetzt arbeiten, um das überschüssige Salz wieder loszuwerden. Da er dafür Flüssigkeit benötigt, kann es leicht zu einer Dehydrierung kommen. Die Nieren arbeiten für den Salz-Abbau auf Hochtouren und auch das Herz schlägt jetzt schneller. Experten vermuten, dass ein dauerhaft hoher Salzkonsum zu Bluthochdruck führt.

 

Nach 40 Minuten: Heißhunger

Gerade mal 40 Minuten sind seit dem Verzehr des Burgers vergangen – da setzt der Heißhunger auf Schokolade ein. Der Grund: Durch das blitzartige Hochschnellen des Blutzuckerspiegels wird die Bauchspeicheldrüse alarmiert und schüttet vermehrt Insulin aus. Das wiederum sorgt dafür, dass der Blutzuckerspiegel schnell wieder absinkt. Der Körper reagiert darauf mit Heißhunger auf Zucker oder noch mehr Fastfood.

 

Nach 60 Minuten: Die Verdauung beginnt im Dickdarm

Der Körper ist dabei, den Burger zu verarbeiten – doch das kann eine Weile dauern: Normalerweise braucht der Organismus etwa 24 Stunden, um Essen zu verdauen. Für einen Burger braucht er jedoch wegen des hohen Fettanteils deutlich länger – die Verdauung eines Big Macs kann mehr als drei Tage dauern.

Hamburg, 23. September 2015

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