Studie: Spinat stoppt häufige Krebsart!

Verena Elson Medizinredakteurin

Spinat ist gesund – das ist weit bekannt. Doch was nur wenige wissen: Das grüne Blattgemüse hat eine erstaunliche Wirkung gegen Krebs; besonders gegen eine bestimmte Krebsart, wie eine aktuelle Studie bestätigt.

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Bereits frühere Studien wiesen darauf hin, dass Spinat eine tumorhemmende Wirkung hat und besonders bei einer Krebsart vorbeugend wirkt: So kann der regelmäßige Verzehr des grünen Blattgemüses das Darmkrebs-Risiko um die Hälfte verringern. Doch welche Mechanismen hinter dieser Wirkung stehen, war bisher nicht klar. Forschende an der Texas A&M University (TAMU) im US-Bundesstaat Texas gingen dieser Frage in ihrer aktuellen Studie nach.

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Erbkrankheit erhöht Darmkrebsrisiko

Bei ihrer Forschungsarbeit konzentrierten sich die Wissenschaftler:innen auf eine bestimmte Erbkrankheit, die sogenannte familiäre adenomatöse Polypose. Dabei kommt es zur gehäuften Entstehung von Polypen im Dickdarm bei den Betroffenen. Darmpolypen sind zunächst unschädliche Schleimhautvorwölbungen, aus denen sich jedoch nach Jahren ein Tumor entwickeln kann.

Bei Patient:innen mit familiärer adenomatöser Polypose geschieht dies aufgrund der großen Anzahl der Darmpolypen mit nahezu hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit im Laufe ihres Lebens. Darum ist bei den meisten Betroffenen die operative Entfernung des Dickdarms schließlich nicht vermeidbar.

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Spinat verzögert das Wachstum von Darmpolypen

Das Forscherteam an der TAMU fütterte Ratten mit familiärer adenomatöser Polypose für 26 Wochen mit gefriergetrocknetem Spinat. Die Studie bestätigte die Ergebnisse vorangegangener Untersuchungen: Der Verzehr von Spinat kann das Wachstum von Darmpolypen verzögern und damit invasive Maßnahmen wie die Entfernung des Dickdarms hinauszögern.

 

Linolsäure als Darmkrebs-Schutz

Um die genauen Wirkmechanismen des Blattgemüses herauszufinden, nutzten die Forscher ein komplexes Analysesystem, bei dem Stoffwechselprodukte der Körperzellen untersucht und genau bestimmt werden. Dabei zeigte sich: Die Schlüsselrolle bei der Anti-Krebs-Wirkung von Spinat spielen bestimmte Fettsäuren – insbesondere Derivate der sogenannten Linolsäure, die in Spinat reichlich enthalten ist.

Auf die Frage, wann Menschen mit familiärer adenomatöser Polypose mit dem präventiven Spinatverzehr beginnen sollten, hat Studienautor Dr. Roderick Dashwood eine eindeutige Antwort: „Je schneller, desto besser. Man sollte nicht auf die ersten Polypen warten, bevor man mit dieser Art von Vorbeugung beginnt.“ Natürlich ist der Verzehr von Spinat als Krebsvorbeugung auch allen anderen Menschen zu empfehlen.

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Wie viel Spinat verzehrt werden muss, um die beschriebenen Effekte zu erzielen, kann die Studie nicht beantworten – das Gemüse sollte darum möglichst oft in den Speiseplan integriert werden.

Quellen:

Chen, Ying-Shiuan, et al. (2021): Dietary spinach reshapes the gut microbiome in an Apc-mutant genetic background: mechanistic insights from integrated multi-omics, in: Gut microbes

Parasramka, Mansi A., et al. (2012): Micro RNA profiling of carcinogen‐induced rat colon tumors and the influence of dietary spinach, in: Molecular nutrition & food research

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