Stressige Weihnachtszeit: Die besten Tipps für entspannte Feiertage

Ines Fedder Medizinredakteurin

Die heilige Weihnachtszeit ist wohl die festlichste Zeit des Jahres. Und wie es sich für so eine besondere Zeit gehört, bringt sie auch viele Herausforderungen mit sich. So können Familientreffen, Terminstress und die kalten Temperaturen selbst dem hartgesottensten Weihnachtsfan ganz schön auf das Gemüt schlagen. Kein Wunder also, dass die anfängliche Freude bei vielen schnell in Weihnachtsfrust, Stress und Erschöpfung umschwenkt. Aber keine Sorge! Mit ein paar hilfreichen Tipps wird auch die stressigste Weihnachtszeit zu einem besinnlichen Erlebnis.

Frau mit Elchohren guckt fragend in die Luft
Die Weihnachtszeit ist für viele die stressigste Zeit des Jahres Foto:  istock/foto_nicoletaionescu
Inhalt
  1. Stressfaktor Nummer 1: Geschenke frühzeitig besorgen
  2. Stressfaktor Nummer 2: Weihnachtsstress am Arbeitsplatz
  3. Stressfaktor Nummer 3: Zu viel Stress verjagt die Träume
  4. Stressfaktor 4: Weihnachtspuren auf den Hüften, im Magen und der Seele
 

Stressfaktor Nummer 1: Geschenke frühzeitig besorgen

Und wieder steht Weihnachten ganz plötzlich vor der Tür. Und schon wieder fehlen noch die meisten Geschenke, die auch noch verpackt werden müssen. Und was passiert, wenn das Lieblingsspielzeug des Kindes plötzlich vergriffen ist?
Fangen Sie frühzeitig an, Geschenke zu besorgen. Das muss jetzt nicht schon Mitte August sein, aber spätestens Mitte November sollte der grobe Plan der Weihnachtsschenkung stehen. Anhand einer Liste lässt sich der Geschenkekauf anschließend ganz einfach Stück für Stück abarbeiten – auch wenn die Zeit dann doch mal drängen sollte.
Kleiner Tipp: Wer die stressigen „verkaufsoffenen Sonntage“ in der Innenstadt meiden möchte, kann sich auch auf den regionalen Weihnachtsmärkten und Basaren umschauen. Hier herrscht meist weniger Gedrängel und es werden vielerorts handgefertigte Produkte angeboten.

Weihnachtsfest
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Stressfaktor Nummer 2: Weihnachtsstress am Arbeitsplatz

Zwischen Keks und Glühwein passt immer noch ein kleiner Arbeitsauftrag rein! Dieses Problem kennen viele. Denn der Dezember frohlockt nicht nur mit der schönen Weihnachtszeit, auch werden im Dezember die Jahresabschlüsse fällig. Viele Kollegen sind bereits im Urlaub und der ein oder andere Auftrag noch lange nicht abgearbeitet. Und statt „ho, ho, ho“, heißt es dann „no, no, no“. So machen sich schnell Stress und Erschöpfung breit. Der Zettelberg auf dem Schreibtisch häuft sich und verursacht Schwindelgefühl, Schweißausbrüche und Panik. In dem Falle hilft es, einmal tief durchzuatmen. Auch wenn das Gefühl der Überforderung sich breitmacht, bringt es jetzt nichts, sich selbst noch mehr unter Druck zu setzen. Mit einer strukturierten Arbeitsweise schafft man meistens mehr, als unter Panik zu versuchen, alles unter Dach und Fach zu kriegen. Kleine Tricks können bereits mehr Ruhe in den Arbeitsalltag bringen und helfen, den Stresspegel wieder auf Normalniveau einzupendeln:

  • Setzten Sie sich realistische Ziele. Man kann nicht alles an einem Arbeitstag schaffen!
  • Akzeptieren Sie die Situation so, wie sie ist. Jammern und Zetern kostet nur Zeit und verschafft schlechte Laune.
  • Sprechen Sie mit Kollegen und Vorgesetzten über Ihre Probleme. Besteht ein gewisser Zeitdruck, findet sich vielleicht eine Lösung, um Prozesse zu optimieren.
  • Nehmen Sie sich eine Auszeit. Wenn der Kopf voll ist, ist die Lösung meist weit entfernt. Ein kleiner Spaziergang oder eine kleine Fünf-Minuten-Meditation können Wunder wirken. Anschließend lässt es sich viel leichter und schneller weiterarbeiten. 
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Stressfaktor Nummer 3: Zu viel Stress verjagt die Träume

An Weihnachten kommt die ganze Familie zusammen. Und man hat noch gar nichts vorbereitet. Das Bratenrezept von der Oma ist nicht mehr auffindbar und außerdem versteht sich die Verwandtschaft ohnehin nicht so gut. Wenn an Weihnachten regelmäßig „dicke Luft“ ist, lassen einen die Gedanken auch abends im Bett nicht mehr los. Schließlich rennt die Zeit und irgendwie wird Schlaf ja auch überbewertet. Falsch! Guter Schlaf ist immens wichtig. Der Körper – und auch der Geist müssen sich schließlich erholen, um für die anstrengenden Feiertage gewappnet zu sein. Allein in Deutschland leiden zwischen sechs bis zehn Prozent der Bevölkerung unter Ein- und Durschlafstörungen, so die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGMS). Der mangelnde Schlaf wirkt sich auch auf das Immunsystem des Körpers aus. Schon nach kurzfristigen Schlafstörungen seien Veränderungen der Immunfunktion beobachtet wurden, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung. Was also tun, damit die Weihnachtszeit nicht zu einem 24-7-Wach-Marathon wird?
In allererster Linie hilft es, wenn man versucht, das Gedankenkarussell zu durchbrechen, damit der Geist zur Ruhe kommen kann. Kreisende Gedanken können zum Beispiel mithilfe von Meditation zum Schweigen gebracht werden. Nehmen Sie sich abends genug Zeit zum Einschlafen, verdunkeln Sie das Schlafzimmer und vermeiden Sie es, vor dem Schlafengehen das Handy in die Hand zu nehmen. So kommen Sie schneller zur Ruhe. 

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Innere Unruhe So stoppen Sie das Gedankenkarussell in der Nacht

Natürliche Hilfe bei Schlafstörungen

Darüber hinaus kann ein kleiner Griff in die Naturapotheke helfen.
Lavendel (z.B. in „Lasea“ enthalten) hat eine beruhigende Wirkung und hilft bei innerer Unruhe und Schlafproblemen.

 

Stressfaktor 4: Weihnachtspuren auf den Hüften, im Magen und der Seele

Gänsebraten, Kekse und Glühwein liegen nicht nur schwer im Magen, sondern hinterlassen auch ihre Spuren auf den Hüften. Um das „Hüftgold“ schnell wieder loszuwerden, aber auch um Stress abzubauen, hilft die ein oder andere Sporteinheit – und dabei muss es sich nicht unbedingt um Hochleistungssport handeln. Schon dreimal pro Woche 30 Minuten zügiges Gehen oder Radfahren hilft dabei, fit zu bleiben und das Nervenkostüm zu stärken.

Eine besondere Form des Sports, die nicht nur die Beweglichkeit fördert, sondern auch noch dabei hilft, Körper und Geist in Einklang zu bringen, ist Yoga. Bereits jeder fünfte Deutsche praktiziert die ganzheitliche Methode.

Und so eine kleine Yoga-Session funktioniert sicherlich auch herrlich zur Weihnachtsmusik. Warum also nicht ein bisschen Strecken, Dehnen – und ganz laut Last Christmas hören! So wird Weihnachten auch garantiert zu einem stressfreien Fest der Liebe.

Quelle: Ärzteblatt, Abrufdatum: 18.12.2019

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