Stressabbau – nehmen Sie sich Freiräume

Redaktion PraxisVITA
Stressabbau durch regelmäßige Freiräume
© iStock/Georgijevic
Inhalt
  1. Stressabbau durch feste Genusszeiten
  2. Soziale Kontakte fördern den Stressabbau
  3. Stress durch Bewegung abbauen
  4. Entspannungstechniken für Stressabbau

Dauerbelastung kann Stress auslösen. Um gegenzusteuern, braucht man genug Pausen. Denn Entspannung reguliert Körper und Seele und unterstützt den Stressabbau. 


Die rechte Balance zwischen An- und Entspannung zu finden fällt vielen Menschen schwer. Doch gehören Ruhephasen zur Selbstsorge. Im Zustand der inneren Gelassenheit kann der Körper Stresshormone besser abbauen. Entspannung macht den Kopf frei und hilft, aufgestaute negative Emotionen abzubauen.

Loslassen ist eine Kunst, die nicht jeder beherrscht – die aber jeder lernen kann. Wichtig dabei: Freizeiten sollten ein fester Termin im engen Korsett der häuslichen Pflege sein. Wenn man sich immer nur sagt: „Irgendwann gehe ich wieder mal ins Kino, finde ich Zeit, mich zum Sport zu verabreden“, schafft man es selten, den Wunsch in die Tat umzusetzen.

Entschleunigen Sie Ihren Alltag © iStock/Ridofranz
 

Stressabbau durch feste Genusszeiten

Besser ist es, sich jede Woche konkrete Zeiten durch Entlastungsangebote frei zu halten. Nicht, um dann zum Amt zu gehen, weil Anträge abzugeben sind. Sondern um einfach etwas für sich zu tun.

„Regelmäßige Freiräume schenken Kraft und Ausdauer“, betont Diplom-Psychologin Imke Wolf. „Füllen Sie sie bewusst mit Genussmomenten, die intensiv und achtsam wahrgenommen werden.“ Was Genusszeit bedeutet, muss jeder individuell für sich entscheiden. Für den einen ist ein Spaziergang erholsam. Der andere tankt die Seele beim Gärtnern auf. Oder man bekommt den Kopf frei, indem man ein Aquarell malt.

 

Soziale Kontakte fördern den Stressabbau

Unerlässlich sind soziale Kontakte. „Niemand sollte, weil er einen Angehörigen pflegt, dafür sein privates Umfeld aufgeben. Gehen Sie weiter zum Strickkreis, einmal im Monat zum Kegeln“, betont Imke Wolf. Sonst kann man schnell in eine soziale Isolation geraten und vereinsamen. Und dann ist die Gefahr für Stress und Überforderung besonders hoch. „Aus Stress gehe ich nicht zum Stammtisch – und ohne Stammtisch bin ich gefrustet und mein Stresspegel steigt.“

Sportliche Bewegung fördert den Stressabbau © iStock/vgajic
 

Stress durch Bewegung abbauen

Auch körperliche Aktivität kann befreiend sein und Glücksgefühle freisetzen. Nebenbei ist sie gut für die Kondition und das Herz. „Bewegung ist aktive Stressbewältigung“, weiß Imke Wolf. Das muss nicht immer die Joggingrunde sein. Man kann zum Bäcker mit dem Rad statt dem Auto fahren, den Morgen mit Tai Chi beginnen. Und abends, wenn der zu Pflegende schon schläft, kann man einen langen Spaziergang machen. Das ist ein schönes Ritual, um den Tag sanft ausklingen zu lassen.

 

Entspannungstechniken für Stressabbau

Entspannen nach Jacobson

Die Progressive Muskelrelaxation, wie die Tiefenentspannung nach Jacobson auch genannt wird, ist ein bewährtes körperliches Entspannungsverfahren. Durch gezielte Anund Entspannung einzelner Muskelgruppen wird ein Zustand der körperlichen Ruhe erreicht. Begleitend macht sich ein Gefühl der Ausgeglichenheit und Erholung breit.

Atemübungen

Ein ruhiges, gleichmäßiges und langsames Atmen kann vor allem bei Stress, Aufregung, aber auch Angst ausgleichend wirken. Eine bewusste tiefe Bauchatmung gibt Energie und Kraft. Einmal erlernt, kann man die Übung in fast jeder angespannten Situation einsetzen.

Achtsamkeitsübungen

„Achtsam sein“ bedeutet, innezuhalten und bewusst wahrzunehmen, was gerade ist. Achtsamkeitsübungen helfen dabei, Stressgefühle zu dämpfen und wirken bei besonders großer Aufregung beruhigend. Man kann sie auch dann nutzen, wenn die Gefühle einmal Achterbahn fahren. Aggressionen werden abgebaut.

Meditation fördert den Stressabbau © iStock/shapecharge

Pflanzliche Mittel gegen Stress

Auch wenn sie rein pflanzlich sind: Phytotherapie ist nicht immer nebenwirkungsfrei und sollte nie dauerhaft eingenommen werden. Wer seelische Verstimmungen hat, sollte mit seinem Arzt oder Heilpraktiker sprechen.

Lavendel

Als Duftsäckchen im Kopfkissen, als Duftöl in der Aromalampe, Badezusatz, Kapsel oder Tee: Lavendel wirkt durch seine ätherischen Öle ausgleichend und kann damit zu mehr innerer Ruhe verhelfen.

Hopfen und Baldrian

Es ist eine klassische Kombination für natürliche Einschlafhilfen. Es gibt sie als Tee und Kapsel.

Baldrian und Johanneskraut

Diese Kombination kann bei nervösen Verstimmungen zu innerem Gleichgewicht verhelfen. Man muss die Präparate mehrere Wochen einnehmen, um eine Wirkung zu verspüren.

Passionsblume

Extrakte dieser schönen Pflanze wirken entspannend und können Gereiztheit, eine innere Anspannung und Ängstlichkeit mindern. Sie entspannen, ohne müde zu machen, sind daher auch tagsüber hilfreich.

 
Themen
Das könnte Sie auch interessieren
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.