Stress zum Jahreswechsel? So kommen Sie relaxed ins neue Jahr

Ines Fedder Medizinredakteurin

Pünktlich zum Jahreswechsel steigt bei vielen der Stresspegel in schwindelerregende Höhe. Dabei kann die Zeit zwischen den Jahren doch auch ganz entspannt sein.

Frau in Kniestrümpfen schaut gestresst auf ihren Laptop
Alle Jahre wieder häufen sich am Jahresende unerledigte Aufgaben Foto:  istock/martin-dm
Inhalt
  1. Die besten Tipps für einen „stressfreien Rutsch“ ins neue Jahr
  2. Tipp 1: Gute Vorsätze vergessen
  3. Tipp 2: Signale des Körpers nicht ignorieren
  4. Tipp 3: Schlaf ist die beste Medizin
  5. Tipp 4: Man muss auch mal „Nein“ sagen können
  6. Tipp 5: Lachen Sie sich frei

Der Jahreswechsel ist jedes Jahr aufs Neue wieder eine ganz besondere Herausforderung. Hat man die Feiertage einigermaßen erholsam hinter sich gebracht, nimmt man auch schon das neue Jahr ins Visier – voller Erwartungen, Hoffnungen und Träume. Vor einem liegen 365 Tage Glück, Zufriedenheit und jede Menge Spaß – so sollte man im besten Fall denken. Doch anstatt sich auf neue Herausforderungen zu freuen, sammelt man gute Vorsätze, um das kommende Jahr noch besser zu machen – und setzt sich selbst so gehörig unter Druck. Da ist Stress bereits vorprogrammiert, noch bevor das neue Jahr überhaupt begonnen hat. 

 

Die besten Tipps für einen „stressfreien Rutsch“ ins neue Jahr

 

Tipp 1: Gute Vorsätze vergessen

Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage, die von der DAK in Auftrag gegeben wurde, steht paradoxerweise ganz oben auf der Liste der guten Vorsätze für das Jahr 2020: Stress vermeiden oder abbauen. Von rund 2000 Befragten nahmen sich 64 Prozent der Befragten vor, sich weniger zu stressen.

Dabei ist es eben genau dieser Vorsatz, der besonders viel Stress auslöst. Denn steigen der Erwartungsdruck und der Drang, sich selbst zu optimieren, ist es mit der Ruhe und Ausgeglichenheit schnell vorbei. Da hilft nur noch eines: gelassen bleiben!

Vergessen Sie die guten Vorsätze und nehmen Sie auch mal hin, dass man nicht jedes Ziel erreichen muss oder kann. Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, braucht dafür keinen Jahreswechsel, sondern nur genügend Motivation. Und die überschüssigen Pfunde wird man – wenn man wirklich will – auch ohne Druck nach und nach wieder los. Dann klappt das mit dem Stressabbau auch von ganz alleine. Und wie heißt es so schön: Unverhofft kommt oft! Warum also Zeit mit Pläneschmieden vergeuden? 

Globuli für die Psyche
Angststörung Homöopathie-Mittel für Angst und Psyche

 

Tipp 2: Signale des Körpers nicht ignorieren

Innere Unruhe und Überlastung zeigen sich durch Symptome wie Herzrasen, Schwindel, Atembeschwerden, Rückenbeschwerden und Magenprobleme. Wer die Signale seines Körpers richtig zu deuten weiß, kann aus der „Stressspirale“ frühzeitig aussteigen. Gönnen Sie sich eine Auszeit. Auch wenn der Termindruck enorm groß ist.
Und falls das Gedankenkarussel einfach nicht stillstehen will, helfen Sie doch einfach mit der Naturapotheke nach.

Um die Nerven zu beruhigen und die innere Anspannung abzubauen, können pflanzliche Mittel dabei unterstützen, wieder zur Ruhe zu kommen. So wirkt Lavendelöl (z.B. enthalten in Lasea) effektiv bei innerer Unruhe, Angstgefühlen und Schlafstörungen. 

Gut schlafen
Innere Unruhe So stoppen Sie das Gedankenkarussell in der Nacht

 

Tipp 3: Schlaf ist die beste Medizin

Ein erhöhtes Stresspensum wirkt sich auf die Schlafqualität aus. Da bekommt der Tipp: „Ruh dich mal ein bisschen aus!“ eine ganz andere Bedeutung. Denn wenn man bei dem ganzen Stress einfach kein Auge zu bekommt, wird aus dem erholsamen Schlaf eine echte Herausforderung. Die häufigsten Ursachen für Schlafstörungen sind erwiesenermaßen seelischer Natur. Das heißt, der Leistungsdruck und die Alltagssorgen führen dazu, dass Körper und Geist nicht zur Ruhe kommen. Die Folge: Die Gedanken kreisen immer wieder um dieselbe Sache und an Schlaf ist gar nicht erst zu denken. Statt Emotionen und Ereignisse im Schlaf zu verarbeiten, grübelt und grübelt man. Neben pflanzlichen Wirkstoffen (wie zum Beispiel Lavendelöl) können hier gezielte Entspannungsübungen helfen. Progressive Muskelentspannung, Meditation und Autogenes Training haben sich bei Schlafstörungen bewährt. Einfach die unliebsamen Gedanken loslassen. Am nächsten Morgen ist noch genug Zeit, die Dinge anzugehen. 

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Tipp 4: Man muss auch mal „Nein“ sagen können

Am Ende des Jahres häufen sich die Aufgaben. Der Chef möchte, dass noch mal eben schnell etwas erledigt wird, das ein oder andere Geschenk muss umgetauscht, die Silvester-Dekoration vorbereitet werden und diverse Familienangelegenheiten liegen noch auf dem Tisch. Und wie sieht es eigentlich mit der Versicherung aus? Muss man die nicht noch schnell kündigen vor dem neuen Jahr? Sie müssen nicht an alles denken. Und erst recht nicht alles selbst erledigen.

Manchmal fällt es schwer, auch einmal „Nein“ zu sagen, aber seien Sie sicher: Ihr Gegenüber wird Sie nicht hassen, wenn Sie nicht bei jeder Aufgabe dankend mit dem Kopf nicken und vor Stress kaum noch atmen können. Manchmal ist es sogar sinnvoll, Aufgaben abzugeben. Denn geht einmal etwas schief, tragen Sie nicht allein die Verantwortung. Gehen Sie achtsam mit sich um und überfordern Sie sich nicht. So haben Sie mehr Zeit, die schönen Ereignisse des Jahres noch einmal Revue passieren zu lassen.

 

Tipp 5: Lachen Sie sich frei

Und das kann sogar richtig Spaß machen. Und wirkt sich auch noch beruhigend auf Ihre Nerven aus. Lachen ist gesund und ein wahrer Balsam für Ihre Seele. Denn beim Lachen werden Glückshormone, sogenannte Endorphine, ausgeschüttet. Sie gehören zu den natürlichen Stimmungsaufhellern. Zudem wird beim Lachen gleichzeitig die Adrenalin-Produktion unterdrückt. Die Folge: Sie können völlig gelassen dem neuen Jahr entgegentreten.

Und wem es dennoch vor lauter Herausforderungen vor dem neuen Jahr graut, denken Sie dran: Nehmen Sie es mit Humor. So geht alles gleich viel leichter.

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