Stinknase: Die Ursachen und was man dagegen tun kann

Miriam Mueller-Stahl Medizinredakteurin

Bei der Stinknase verströmt die Nase einen üblen Geruch. Aber was sind die Ursachen und was kann man dagegen tun?

Eine Stinknase kann mehrere Ursachen haben. Das können Sie dagegen tun.
Eine sogenannte Stinknase entsteht, da sich das Nasenschleimhaut immer mehr auflöst Foto:  iStock/decade3d
Inhalt
  1. Wie entsteht eine Stinknase?
  2. Was sind die Ursachen einer Stinknase?
  3. Was kann man gegen eine Stinknase tun?

Die Stinknase oder medizinisch Ozäna ist eine Krankheit, die vor allem bei Frauen und jüngeren Menschen weit verbreitet ist. Alles über die Ursachen und was man gegen die die Krankheit tun kann.

 

Wie entsteht eine Stinknase?

Die Ursache der Krankheit liegt darin begründet, dass sich das Gewebe der Nasenschleimhaut immer mehr auflöst. Ohne diesen Schutz können sich Bakterien einfach ansiedeln und schnell vermehren. Dadurch entsteht eine schmierige Schicht, die den üblen Geruch absondert.

Hinzu kommt, dass sich auch oft die Schleimdrüsen zurückbilden. Die Folge: Die Nase schafft es nicht mehr sich selbst zu befeuchten, wird trocken und es entstehen Verkrustungen.

Eine trockene Nasenschleimhaut kann vielfältige Ursachen haben.
Selbstbehandlung Trockene Nasenschleimhaut: Ursachen und was hilft

 

Was sind die Ursachen einer Stinknase?

Die Entstehung einer Stinknase kann folgende Ursachen haben:

  • Gene: Die genetische Veranlagung soll bei dieser Krankheit eine große Rolle spielen, denn häufig leiden mehrere Genrationen innerhalb einer Familie darunter.
  • Nasenspraysucht: Eine Stinknase entsteht vor allem durch eine zu lange Anwendung von abschwellendem Nasenspray.
  • Schädigung der Nasennebenhöhlen: Ozäna kann auch als Folge von größeren Operationen im Nasenraum auftreten.
  • Nasennebenhöhlenentzündung: Bei einer schwerwiegenden Nasennebenhöhlenentzündung mit Eiterbildung kann es ebenfalls dazu kommen, dass die Nase übel riecht.
  • Fremdkörper: Bei Kindern kann eine Stinknase dadurch verursacht werden, dass ein Fremdkörper das Nasenloch verstopft. Dadurch entsteht ein Sekret, dass den Geruch absondert.
 

Was kann man gegen eine Stinknase tun?

Eine Stinknase lässt sich mit mehreren Hausmitteln und Tipps behandeln:

  1. Verzichten Sie möglichst auf abschwellende Nasensprays. Diese können Ozäna begünstigen. Greifen Sie stattdessen lieber zu Meerwassernasenspray und Nasenduschen.
  2. Inhalieren Sie mit Meersalz oder Kamille, um für eine zusätzliche Befeuchtung der Schleimhaut zu sorgen.
  3. Mit einer Nasensalbe oder etwas Olivenöl können Sie eine trockene Nasenschleimhaut mit Feuchtigkeit versorgen.
  4. Trinken Sie mindestens zwei Liter Wasser am Tag, das sorgt ebenfalls für eine feuchte Nasenschleimhaut.
  5. Vermeiden Sie trockene Heizungsluft. Sorgen Sie möglichst dafür, dass Sie sich nicht in Räumen aufhalten, in denen die Luft zu trocken ist. Im Winter kann ein Luftbefeuchter helfen, wenn die Heizung angemacht werden muss.

Wer längere Zeit unter einer Stinknase leidet und die Beschwerden nicht mit diesen Tipps lindern kann, sollte einen Arzt zurate ziehen.

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