Stimmbänderentzündung: Ursachen, Symptome und Behandlung

Redaktion PraxisVITA

Erstes Anzeichen einer Stimmbänder-Entzündung ist Heiserkeit. Meist sind nicht nur die Stimmbänder entzündet, sondern der gesamte Kehlkopf. Ursache ist in vielen Fällen ein Atemwegsinfekt.

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Eine Stimmbänderentzündung wird meist durch Viren verursacht Foto:  iStock/NickyLloyd
Inhalt
  1. Was sind die Symptome einer Stimmbänderentzündung?
  2. Welche Ursachen kann eine Stimmbänderentzündung haben?
  3. Wie sieht die Behandlung einer akuten Stimmbänderentzündung aus?
  4. Welche Ursachen kann eine chronische Stimmbänderentzündung haben?
 

Was sind die Symptome einer Stimmbänderentzündung?

Eine Stimmbänderentzündung ist in den meisten Fällen verbunden mit einer Kehlkopfentzündung (Laryngitis). Der Kehlkopf (Larynx) ist Teil des Atemtrakts und verbindet den Rachenraum und die Luftröhre. Er ist auch an der Stimmbildung beteiligt. Die beiden Stimmlippen sind Teil des Kehlkopfes.

Die Stimmbänder wiederum sind elastische Teile der Stimmlippen. Manchmal werden die Stimmlippen auch Stimmbänder genannt. Sind sie entzündet, äußert sich das vor allem mit dem Symptom Heiserkeit, welches von einem leichten Krächzen bis hin zum totalen Verlust der Stimme reichen kann. Außerdem können weitere Beschwerden hinzukommen, wie Halsschmerzen, trockener Husten, Atem- und Schluckbeschwerden.

 

Welche Ursachen kann eine Stimmbänderentzündung haben?

Ursache der Entzündung der Schleimhäute im Kehlkopf ist meist eine Infektion der oberen Atemwege mit Viren, die sich vom Nasen-Rachen-Raum in den Kehlkopf ausbreiten.

Bei einer Kehlkopfentzündung ist die Schleimhaut des Kehlkopfes entzündet.
Krankheiten & Behandlung Kehlkopfentzündung - Ursachen, Symptome und Behandlung

Beispielsweise können also Erkältungs- oder Grippeviren eine Stimmbänderentzündung verursachen. Eine Kehlkopfentzündung kann auch durch reine Überanspruchung der Stimme, vor allem in trockenen, verrauchten Räumen, entstehen.

 

Wie sieht die Behandlung einer akuten Stimmbänderentzündung aus?

Eine leichte Stimmbänder-Entzündung heilt in der Regel ohne Medikamente aus. Das gilt auch dann, wenn der gesamte Kehlkopf betroffen ist. Sind Viren die Ursache, sind Antibiotika nicht erforderlich und auch nicht ratsam, da Antibiotika lediglich gegen Bakterien wirken. Teil der Therapie sollte es sein, die Stimme zu schonen – allerdings ohne zu flüstern!

Besser ist es, in normaler Lautstärke, aber wenig zu sprechen. Zusätzlich kann man die Schleimhäute pflegen, etwa mit Inhalationen von heißem Wasserdampf, zum Beispiel mit Salzlösung, Salbei oder Eibisch. Auch feuchte Raumluft, ein warmer Halswickel und viel Flüssigkeit helfen. Zur Unterstützung der Heilung können schleimlösende und entzündungshemmende Medikamente verordnet werden.

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Wenn die Symptome schnell zunehmen oder Fieber und Atembeschwerden auftreten, sollten Betroffenen einen Allgemeinmediziner oder Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen. Verschlimmern kann sich eine Kehlkopf-Entzündung durch eine zusätzliche Besiedlung mit Bakterien (Superinfektion). In diesen Fällen kann eine Therapie mit Antibiotika angezeigt sein.

 

Welche Ursachen kann eine chronische Stimmbänderentzündung haben?

In den meisten Fällen wird eine chronische Stimmbänder- oder Kehlkopf-Entzündung durch eine lang andauernde Reizung der Schleimhäute verursacht, zum Beispiel durch übermäßiges Rauchen oder übermäßigen Alkoholkonsum, durch trockene, staubige oder verrauchte Luft am Arbeitsplatz.

Selten verursachen auch andere Krankheiten wie die Refluxkrankheit (mit dauernd aufsteigender Magensäure) eine chronische Laryngitis. Für die Behandlung einer Stimmbänderentzündung steht es an erster Stelle, die auslösenden Reize zu finden und zu meiden.

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