Stiller Burnout: An diesen Symptomen erkennt man ihn

Redaktion PraxisVITA

Ein stiller Burnout schleicht sich leise an – und bleibt deswegen häufig unbemerkt. Erfahren Sie mehr über die Symptome eines stillen Burnouts und wie man einer totalen Erschöpfung vorbeugen kann.

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Was ist ein „stiller Burnout“?

Normalerweise kann jeder Mensch entspannen, nicht so bei einem stillen Burnout. Die Fähigkeit abzuschalten, ist ein Selbstschutz des Körpers. Stress, Probleme und permanenter Zeitdruck können allerdings dazu führen, dass diese Fähigkeit verloren geht.

Mediziner geben diesem Prozess, bei dem der Mensch immer weniger Stress kompensieren kann, den Namen stiller (oder stilles) Burnout – die Vorstufe der totalen Erschöpfung. Interessanterweise trifft ein stiller Burnout vor allem Menschen, die in Beruf, Familie und in der Freizeit ein hohes Maß an Engagement zeigen.

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Stiller Burnout: An diesen Symptomen lässt er sich erkennen

Wie der Name schon andeuten lässt, entwickelt sich ein stiller Burnout nicht über Nacht, sondern schleichend und unbemerkt. Meist werden die ersten Anzeichen gar nicht wahrgenommen – alles scheint in Ordnung, doch innerlich sieht es ganz anders aus. Es gibt sieben Warnsignale, die es Betroffenen und Angehörigen leichter machen, einen stillen Burnout frühzeitig zu erkennen.  

Ungeduld und Gereiztheit

Die Schlange vor der Kasse lässt den Stresspegel nach fünf Minuten stark ansteigen, drei Minuten Warteschleifenmusik und die Nerven liegen blank. Läuft es nicht so, wie man es erwartet hat, reagiert man ungewöhnlich gereizt: Bissige oder zynische Bemerkungen und plötzliche Wutanfälle aufgrund einer fehlenden Frustrationstoleranz sind Alarmsignale dafür, dass die Psyche auf Sparflamme läuft.

Erhöhte Geräuschempfindlichkeit

Das überreizte Gemüt macht sich auch durch eine erhöhte Geräuschempfindlichkeit bemerkbar. Be einem Burnout können bereits normale Geräusche aus dem Alltag stören, zum Beispiel das Summen der Klimaanlage, klirrendes Geschirr oder der tickende Wecker. Aufhorchen sollte man vor allem dann, wenn die Empfindlichkeit gegenüber harmlosen Geräuschen plötzlich auftritt.

Nicht nein sagen können

Die eigenen Bedürfnisse werden immer häufiger zurückgestellt, was mit einem überhöhten Pflichtbewusstsein einhergeht. Ob auf der Arbeit, bei der Kindererziehung oder im Haushalt – Sie übernehmen sich mit Aufgaben und Verpflichtungen und machen Überstunden, weil sie sich für alles verantwortlich fühlen.

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Innere Unruhe und Unkonzentriertheit

Paradoxerweise zeigt sich die allmähliche psychische Erschöpfung in vielen Fällen nicht etwa durch Antriebslosigkeit, sondern durch ein hohes Aktivitätslevel. Die Betroffenen stehen ständig unter Strom und suchen sich krampfhaft eine Beschäftigung, um zu verdrängen, dass es ihnen schlecht geht.

Negative Gedankenspiralen

Die exzessive gedankliche Beschäftigung mit unangenehmen, Ängste oder Sorgen auslösenden Dingen, ist Symptom und zugleich Ursache eines Burnouts. Negative Gedankenspiralen und ständiges Grübeln entziehen nicht nur wertvolle Energie. Sie sind auch typische Symptome einer Depression, die am Ende eines Burnouts stehen und bereits in der Frühphase auftreten kann.

Schlafstörungen

„Was muss ich nächste Woche alles erledigen, was kann ich anders machen, wie soll ich das alles überhaupt schaffen?“ Diese Fragen beschäftigen einen vor allem dann, wenn der Körper und Geist nach Ruhe und Entspannung verlangt, nämlich nachts. Einschlaf- und Durchschlafprobleme weisen am deutlichsten auf eine überlastete Psyche hin. Häufig schrecken Menschen mit stillem Burnout panikartig aus dem Schlaf hoch, weil sie selbst in ihren Träumen keine Ruhe mehr finden.

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Psychosomatische Beschwerden

Wenn Stress nicht ausreichend abgebaut wird, wirkt sich das zwangsläufig auf den Körper aus, da Stresshormone ausgeschüttet werden und sich infolge dessen der Stoffwechsel verändert. Zudem verspannen sich die Muskeln und die Atmung wird flacher. Typischerweise kommt es bei einem stillen Burnout daher zu körperlichen Beschwerden, wie Dauerverspannungen im Rücken und Schulter-Nacken-Bereich, Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit und Magen-Darm-Probleme.

Sozialer Rückzug

Auch durch einen schrittweisen sozialen Rückzug kann sich ein stiller Burnout äußern: Der Kontakt zu Freunden und Familien wird vernachlässigt, Verabredungen kurzfristig abgesagt und Termine verschoben. In einer späteren Phase kann das so weit gehen, dass man das Haus nicht mehr verlässt.

 

So lässt sich ein Burnout vorbeugen

Werden die Anzeichen des stillen Burnouts nicht rechtzeitig erkannt, kommt es irgendwann zum psychischen Zusammenbruch und damit zu einem endgültigen Burnout. Umso wichtiger ist es, dass man Gegenmaßnahmen trifft, um Stress abzubauen und seine psychische Resilienz zu stärken. Dazu gehören:

  • Entspannungsmethoden, wie Yoga, Meditation und autogenes Training
  • Regelmäßige Bewegung, wie Laufen, Fahrrad fahren oder Schwimmen
  • Ruheinseln im Alltag und ein Ausgleich zur Arbeit, etwa durch Sport oder durch ein anderes Hobby
  • Täglich etwas tun, was Freude bereitet: Eine Folge der Lieblingsserie gucken, Kochen oder Lesen
  • Arbeit abgeben und nach Hilfe bitten, um das persönliche Arbeitspensum zu reduzieren

Anti-Stress-Methoden können zwar bei einem stillen Burnout helfen, ist jedoch der Leidensdruck hoch und bringen keine Maßnahmen eine Besserung, sollten Sie in jedem Fall professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

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Weitere Tipps, um Burn-out zu erkennen und diesem vorzubeugen, gibt es in diesem Video:

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