Booster-Impfung: STIKO ändert Empfehlung!

Susanne Petersen Medizinredakteurin

Die STIKO hat die Empfehlung zur Booster-Impfung wegen Omikron noch einmal geändert. Wann jetzt geboostert werden soll.

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Die ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre offizielle Empfehlung für die Booster-Impfung für alle Personengruppen ab 18 Jahren bereits vor geraumer Zeit abgegeben. Nun ändert sie jedoch den Zeitraum, wann diese möglichst erfolgen soll. Wann darf geboostert werden?

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+++Update: Booster-Empfehlung bereits nach drei Monaten+++

Die Ständige Impfkommission hat sich angesichts der drohenden Omikron-Welle noch einmal umentschieden und nun die Booster-Impfung für alle ab 18 Jahren bereits nach drei Monaten empfohlen. Ursprünglich galt ein Zeitraum von fünf Monaten. Die Empfehlung gelte ab sofort, teilte das Gremium am Dienstag (21.12.) mit.

Der Grund: Die noch ansteckendere Omikron-Variante, gegen die eine dritte Impfung unvermeidbar ist. Es sei damit zu rechnen, dass die Variante das Infektionsgeschehen hierzulande "innerhalb kürzester Zeit" bestimmen werde, so die Erklärung der STIKO. Weiterhin gilt: Ältere und Vorerkrankte sollen die notwendige Auffrischungsimpfung möglichst vorrangig erhalten.

Bereits am Dienstagvormittag verkündete die EU eine Neuigkeit, welche die Gültigkeit des Impfzertifikats betrifft. Als doppelt geimpft gilt bei einem Abstand von 9 Monaten zur Erstimpfung nur, wer eine Booster-Impfung erhalten hat. Demnach laufe das Zertifikat nach neun Monaten ab. 

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3. Impfung gegen Corona: Wann geboostert werden darf

Was die STIKO im Detail empfiehlt:

  • Booster-Impfung für alle Erwachsenen ab 18 Jahren.
  • Die Auffrischungsimpfung soll in der Regel jetzt nach drei Monaten erfolgen.
  • Unabhängig von den bisher verabreichten Impfstoff rät die STIKO nun zu einem mRNA-Impfstoff.

"Bereits jetzt führen die schweren Covid-19-Erkrankungen zu einer besorgniserregenden hohen Belastung der intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten", erklärt das Gremium. Durch die Booster-Impfung soll die aktuelle Infektionswelle geschwächt und Todesfälle verhindert werden. 

Da es derzeit zwar genügend Impfstoff, aber nicht ausreichend Kapazitäten bei Hausärzten gibt, um diesen auch zu verimpfen, ist zu erwarten, dass vorwiegend erst die Risiko-Gruppen eine Auffrischungsimpfung erhalten werden. Diese Priorisierung ist zwar nicht empfohlen, wird aber vielerorts angewandt. Auch der STIKO-Chef Thomas Mertens hatte sich bereits in der vergangenen Woche eine solche Vorgehensweise ausgesprochen. 

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Die dritte Impfung gilt vorrangig als das Instrument gegen die neu aufkommende Omikron-Variante. Wann sie erfolgen soll, darüber sind sich Länderchefs und Expert:innen jedoch noch uneinig gewesen. Mit der neuen Empfehlung gibt die STIKO nun eine neue Richtung vor. 

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Quellen:
Wer mit bestimmten Impfstoffen geimpft ist, sollte jetzt boostern, in: tagesspiegel.de
Booster für Johnson & Johnson, in: stuttgarter-nachrichten.de
Wegen Omikron: Stiko empfiehlt Booster-Impfung bereits nach drei Monaten, in: rnd.de

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