Stephanskraut – schon Hippokrates kannte die Heilpflanze

Schon im Antiken Griechenland kannte man das Stephanskraut - damals allerdings als Brechmittel. Heute findet es in der Homöopathie Anwendung.

Das Stephanskraut sollte unter keinen Umständen selber angewandt werden, da es sehr giftig ist
Das Stephanskraut sollte unter keinen Umständen selber angewandt werden, da es sehr giftig ist© H. Zell - CC BY-SA 3.0
 

Stephanskraut: Anwendung und Heilwirkung

Definition Stephanskraut

Bezeichnung: Delphinium staphisagria Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) Gattung: Rittersporne

Schon Hippokrates kannte das Stephanskraut und nutzte es als Brechmittel. Alte Kräuterbücher empfehlen es wegen seiner giftigen Inhaltsstoffe zum Abtöten von Kopfläusen und anderen Parasiten. Dafür wird es heute nicht mehr eingesetzt. Doch auch die aktuelle Medizin kennt ein Anwendungsgebiet: In der Homöopathie. Da der Wirkstoff hier nur sehr stark verdünnt eingesetzt wird, ist er nicht giftig und wird zum Beispiel zur Beruhigung von Kindern mit ADHS eingesetzt.

 

Im Stephanskraut enthaltene Wirkstoffe

Delphinin, Staphisin, Isoatizin, Azitin, Neolin, Chasmanin

 

Botanik

Das Stephanskraut wächst bis zu einen Meter hoch. Von seinem zottig-behaarten Stängel sprießen lang gestielte Blätter, die sich in fünf bis sieben Lappen aufteilen. Im Sommer bildet die Pflanze graublaue oder violette Blüten.

 

Verbreitung

Das Stephanskraut wächst in Südeuropa, Nordafrika, auf den Kanaren und in Westasien. Die Pflanze bevorzugt schattige Plätze an trockenen und steinigen Hängen bis zu einer Höhe von 800 Metern über dem Meeresspiegel.

 

Andere Namen von Stephanskraut

Mittelmeer-Rittersporn, Stephanskorn, Giftiger Rittersporn, Läusepfeffer, Läusezahn, Läusesamen, Kräusesamen

Wissenswertes über das Stephanskraut

Samuel Hahnemann, Begründer der Homöopathie, beschrieb 1819 die Wirkung des Stephankrauts. In vierten Band seiner Reinen Arzneimittellehre steht, dass sie bei akuten Verletzungen oder chronischen Krankheiten helfen kann.

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