Stent im Bein – Neue Behandlung für den Beininfarkt

Redaktion PraxisVITA
Eine Ärztin untersucht das Bein einer Seniorin
Ein neuer Stent könnte die Behandlung des sogenannten Beininfarkts revolutionieren © Fotolia

Ein sogenannter Beininfarkt kann unbehandelt dazu führen, dass das Bein amputiert werden muss. Die Therapie mit einem Stent gestaltete sich im Bein bisher als problematisch. Eine neue Entwicklung soll das jetzt ändern.

Bei einem sogenannten Beininfarkt führt eine Arterienverkalkung im Bein zu Durchblutungsstörungen. Diese verstärken sich, bis das Blutgefäß komplett verschlossen ist. Wird die Erkrankung nicht rechtzeitig behandelt, kann eine Amputation des Beins notwendig werden.

Solche Gefäßverschlüsse in den Beinarterien sind zum einen Vorboten für Schlaganfall und Herzinfarkt, zum anderen schränken sie die Mobilität der Betroffenen in großem Maße ein. Dabei ist gerade Bewegung wichtig, um die Risikofaktoren für Arteriosklerose positiv zu beeinflussen.

 

Herausforderung Stent im Bein

Zur Behandlung können unter anderem Stents im Bein eingesetzt werden – das sind Gefäßstützen aus Metall oder Kunstfasern, die Arterien stabilisieren und den Blutfluss in verengten Gefäßen wieder herstellen.

In den peripheren Arterien der Beine sind die Herausforderungen an einen Stent besonders groß: Die Beinarterien sind extrem beweglich, beim Gehen sind sie starken Belastungen ausgesetzt – beispielsweise Biegungen, Dehnungen, Stauchungen oder Drehungen. Diesen Bewegungen sind herkömmliche Stents häufig auf Dauer nicht gewachsen – ein Grund, warum viele Mediziner von dieser Therapie abraten.

Forschern des US-amerikanischen Pharmakonzerns Abbott ist es jetzt gelungen, einen Stent zu entwickeln, der die natürlichen Bewegungen der Arterie nachahmt. Mittels einer speziellen Drahttechnologie ist er besonders flexibel, sodass er selbst anspruchsvolle Bewegungen der Beinarterien mitmachen kann.

Bei klinischen Tests des neuen Stents im Bein war nach drei Jahren lediglich bei sechs Prozent der Patienten ein erneuter Eingriff notwendig.

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