Heilpflanzenlexikon

Steinklee - ein natürliches Heilmittel bei Ödemen

Wissenschaftlich erwiesen ist die Wirkung von Steinklee bei Entzündungs- und Stauungsödemen. Es wird aber auch noch bei vielen anderen Krankheiten eingesetzt.

Steinklee-Extrakt linderte in einer Studie bei Ratten eine Lungenentzündung
Steinklee-Extrakt linderte in einer Studie bei Ratten eine Lungenentzündung© Fotolia
 

Steinklee: Anwendung und Heilwirkung

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Definition: Steinklee

Bezeichnung: Melilotus officinalis    Familie: Hülsenfrüchte                       Gattung: Steinklee

Steinklee-Kraut wird äußerlich bei Prellungen, Verstauchungen und oberflächlichen Blutergüssen angewandt, innerlich bei Schmerzen und Schwere in den Beinen, nächtlichen Wadenkrämpfen, Juckreiz und Schwellungen, daneben zu unterstützenden Behandlung von entzündeten Hämorrhoiden, Lymphstauungen und des postthrombotischen Syndroms. Nach der Kommission E (BGA/BfArM) wirkt das Kraut Entzündungs- und Stauungsödemen entgegen.

 

Im Steinklee enthaltene Wirkstoffe

Cumaringlykoside, Flavonoide, Saponine, Phenolcarbonsäuren

 

Botanik

Steinklee wird auf Bienenweiden angepflanzt. Dort sammeln die Bienen Nektar, Honigtau und Pollen
Steinklee wird auf Bienenweiden angepflanzt. Dort sammeln die Bienen Nektar, Honigtau und Pollen© Fotolia

Steinklee ist eine aufrechte Pflanze mit dreizählig gefiederten Blättern. Die Teilblättchen sind lang und unregelmäßig gezähnt. Die gelben Blüten hängen herab. Die Hülsen der Früchte sind rund bis eiförmig und kahl. In ihnen sind fünf bis acht Samen enthalten.

 

Verbreitung

Die Heimat von Steinklee ist Eurasien. Von hier aus wurde die Pflanze in nahezu alle anderen Weltregionen verschleppt. Wie man am Namen schon ablesen kann, bevorzugt die Pflanze steinige Böden. Sie ist eher anspruchslos und wächst an den unterschiedlichsten sonnigen Standorten.

 

Andere Namen von Steinklee

Gelber Steinklee, Gewöhnlicher Steinklee, Echter Steinklee, Gebräuchlicher Steinklee, Honigklee

Wissenswertes über Steinklee

Der Gattungsname ist von den griechischen Worten für Honig (meli) und Klee (lotus) abgeleitet. Der Steinklee verdankt ihn den honigreichen Blüten und den kleeförmigen Blättern.

Getrockneter Steinklee eignet sich nicht als Viehfutter. Das enthaltene Cumarin reagiert beim Trocknen zu Dicumarol, dass bei Tieren innere Blutungen hervorrufen kann und ein gebräuchliches Rattengift ist.

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