Moringa – Superfood aus Indien

Silvia Pucyk
Eine Moringapflanze
Moringapulver soll voller Vitamine und Nährstoffe stecken. Wissenschaftliche Belege, die das bestätigen, fehlen bislang © didoi/iStock

Der Moringabaum besitzt laut der ayurvedischen Gesundheitslehre zahlreiche Heilkräfte. Er soll Darmbeschwerden lindern und sogar Krebserkrankungen bekämpfen. Wie bei vielen Superfoods ranken sich auch um die Moringapflanze viele Mythen. Was kann der indische Wunderbaum wirklich? PraxisVITA stellt ihn vor.

 

Ursprüngliches Verbreitungsgebiet

Die Moringapflanze stammt ursprünglich aus Indien. Mittlerweile ist sie auch in Ländern Afrikas heimisch. Der Baum wächst sehr schnell und wird als traditionelles Heilmittel geschätzt.

 

Vitamine und Nährstoffe

Im Reformhaus oder Supermarkt wird überwiegend Moringa-Pulver angeboten. Dieses enthält unter anderem die Vitamine A, D, E und K.  Weitere Bestandteile sind Kalzium, Kupfer, Zink sowie Omega-Fettsäuren. Darüber hinaus kommen im Moringa-Pulver zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe wie Carotin, Zeaxanthin und Chlorophyll vor. Verlässliche Angaben bezüglich des Vitamin- und Nährstoffgehalts sind bislang nicht vorhanden.

 

Moringa Wirkung

In der Traditionellen Indischen Medizin heißt es, dass Moringa gegen 300 Beschwerden hilft. Von Darmbeschwerden bis Krebs soll der umworbene Wunderbaum eine Vielzahl an Krankheiten heilen. Eindeutige wissenschaftliche Belege fehlen allerdings bislang. Die Kosmetikindustrie stellt aus den Samen der Moringaplanze ein Öl her. Dieses wird als Anti-Aging-Mittel eingesetzt. Das Öl soll die Zellen verjüngern und damit die Hautalterung aufhalten. Moringa soll außerdem sättigend wirken und wird daher auch als Schlankmacher angepriesen.  Sowohl für die Anti-Aging-Wirkung als auch für die Diätwirkweise fehlen bisher eindeutige wissenschaftliche Belege.

Die Blätter der Moringapflanze
Die Blätter der Moringa sollen voller Heilkräfte stecken. Wissenschaftliche Belege fehlen bislang © andyjkramer/iStock
 

Moringa Geschmack

Das Pulver schmeckt bitter und wird daher häufig in Kapselform angeboten. Damit werden die Bitterstoffe gemieden ohne auf den gesundheitlichen Nutzen zu verzichten.  

 

So schmeckt Moringa am Besten

Pfannkuchen aus Moringapulver
Pfannkuchen mit Moringapulver © Ivannag82/iStock

Das Pulver wird gerne für Smoothies, Suppen und Gebäck verwendet. Aufgrund des bitteren Geschmacks sollte es gemäß der Zubereitungshinweise des Herstellers angewendet oder mit süßen Früchten, wie Bananen, kombiniert werden.

 

Rezept Moringa-Dip

Zutaten

1-2 TL Moringa-Pulver

1 Avocado

½ Limette

1 Paprika

1 Prise Salz

Zubereitung

Schneiden Sie die Avocado der Länge nach durch. Mit einem großen Löffel entnehmen Sie das Fruchtfleisch und fügen es in eine Schale. Mit einer Gabel zerdrücken Sie das Fruchtfleisch und geben das Moringa-Pulver hinzu. Schneiden Sie die Paprika in kleine Stücke und geben Sie diese in die Schale. Fügen Sie den Saft einer halben Limette hinzu und schmecken Sie die Creme mit Salz ab. Fertig ist der schmackhafte Moringa-Dip.

 

Vorsicht bei…

Wechselwirkungen mit Medikamenten scheint es bei der Moringapflanze nicht zu geben.

 

Alternativen

Moringapulver, das nicht aus biologischem Anbau stammt, ist laut Laborproben häufig mit Pestiziden belastet und tut der Gesundheit damit alles andere als gut. Wer Moringa aufgrund des hohen Vitamingehalts interessant findet, kann auf regionale Fruchte zurückgreifen. Dunkle Beeren, wie Brombeeren, Johannisbeeren oder auch Trauben, weisen ebenfalls einen hohen Gehalt an Vitaminen auf. Zudem sind sie meistens deutlich günstiger und mit weniger Schadstoffen belastet.

Übrigens: Die Samen der Moringapflanze sind in der Lage, verdrecktes Wasser zu reinigen und es damit trinkbar zu machen. Damit könnte die Pflanze das Leben vieler Menschen retten.

 
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