SSW 29 – der achte Schwangerschaftsmonat beginnt

Redaktion PraxisVITA
Schwangere unter Wasser im Schwimmbad
In der SSW 29 wird es anstrengend. Schwimmen hilft Schwangeren jetzt gegen Rückenschmerzen © iStock/becon

Sie sind nun schon im achten Monat schwanger – die Vorfreude auf den Nachwuchs steigt. Und neben Ihrem immer weiterwachsenden Bauch passieren in dieser 29. Woche auch noch ein paar andere aufregende Dinge.

 

Apettit und Übungswehen – das passiert in der SSW 29 mit Ihrem Körper

Schwangere Frau isst
In der SSW 29 nimmt das Baby im Bauch viel Platz ein – essen Sie am besten kleine Portionen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden © iStock/nd3000

Etwa ab der 29. SSW dürfen Sie bereits mit den ersten Übungswehen rechnen. Das Ziehen im Unterleib ist kein Grund zur Sorge – Ihre Gebärmutter bereitet sich auf die bevorstehende Geburt vor. Die Übungswehen treten meist unregelmäßig auf. Es ist also normal, dass sich Ihr Bauch mehrmals am Tag verhärtet und angespannt anfühlt. Bereiten die Übungswehen Ihnen jedoch starke Schmerzen, spüren Sie einen Druck nach unten oder treten die Vorwehen öfter als dreimal pro Stunde und regelmäßig auf, sollten Sie Ihren Gynäkologen oder Ihre Hebamme informieren. 

In dieser Phase der Schwangerschaft treten außerdem häufig Pilzinfektionen auf. Stellen Sie Symptome für Scheidenpilz bei sich fest, informieren Sie schnellstmöglich Ihren Frauenarzt – eine Infektion mit einem Pilz kann im schlimmsten Fall eine Frühgeburt begünstigen.

 

Schwangere Frau

© iStock/AleksandarNakic

Hier finden Sie alle Schwangerschaftswochen auf einen Blick!

Vielleicht haben Sie in der SSW 29 vermehrt Appetit – Ihr Körper braucht Energie, um sich und Ihr Baby auf die kommende Geburt und die Stillzeit vorzubereiten. Ernähren Sie sich weiterhin ausgewogen und gesund und nehmen Sie kleine Portionen zu sich – schließlich hat der Magen nicht mehr viel Platz.

Was Sie nun außerdem bei sich feststellen können sind Tritte von Ihrem Baby, die nicht nur spürbar, sondern sogar sichtbar sind: Ihr Partner oder Geschwisterkinder können die Bewegungen des neuen Familienmitgliedes nun durch die Bauchdecke sehen. 

Sie sind nun in der letzten und anstrengendsten Phase der Schwangerschaft: Der schwere Bauch, das Kind, das auf die Organe drückt und weitere Schwangerschaftsbeschwerden wie Wassereinlagerungen erschweren den Alltag. Sie sollten sich nun vor allem Ruhe gönnen. Doch auch Bewegung wie zum Beispiel ein Spaziergang oder Schwimmen tuen vielen Schwangeren jetzt gut.

 

Das passiert bei der dritten großen Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung

Zwischen der 29. und der 32. SSW steht die dritte große Vorsorgeuntersuchung an. Dabei untersucht der Arzt das Gewicht und den Blutdruck der Mutter. Über den Hämoglobingehalt stellt er unter anderem die Eisenwerte fest und überprüft den Urin auf Eiweiß, Zucker und Keime. 

Bei der dritten Vorsorgeuntersuchung erhalten Sie außerdem Ultraschallbilder Ihres Babys.

Das wird beim Ultraschall untersucht:

  • Lage, Herzaktivität und Bewegung des Fötus
  • Entwicklungsstand des Fötus 
  • Fruchtwassermenge
  • Lage und Aktivität der Plazenta
 

Das macht der Fötus in der 29. SSW 

Grafik Baby in der SSW 29 im Mutterleib
In der 29. Schwangerschaftswoche können Sie die Tritte des Embryos durch Ihre Bauchdecke sehen © iStock/Eraxion

Ihr Baby misst in der 29. SSW um die 39 Zentimeter. Das Gewicht liegt jetzt bei etwa 1250 Gramm – Ihr Baby ist nun etwa so groß wie eine Ananas.

Das Gehirn entwickelt sich immer weiter, neue Nervenzellen entstehen und verbinden sich. Vor allem der Kopf durchläuft nun nochmal einen Wachstumsschub. Geruchssinn und Gehör entwickeln sich weiter. Durch die Plazenta bekommt das Baby Abwehrstoffe zugeführt, die sein Immunsystem stärken und vor Infektionen schützen.

Manche Babys begeben sich etwa ab der 29. SSW in die Geburtsposition. Das passiert mithilfe der Übungswehen. Einige Kinder lassen sich damit aber noch Zeit.

In der SSW 29 hat das Baby im Falle einer Frühgeburt gute Überlebenschancen (über 90 Prozent).

 

Daran sollten Sie in der SSW 29 denken

Machen Sie sich am besten jetzt schon Gedanken darüber, wie Ihre Geburt im besten Fall verlaufen soll: Kommt der Einsatz von Schmerzmitteln für Sie in Frage? Gibt es noch Unklarheit bezüglich des Geburtsvorgangs? Vielleicht interessieren Sie sich auch für bestimmte Geburtstechniken wie zum Beispiel das Hypnobirthing. Diese Methode soll der Frau eine möglichst entspannte und schmerzarme Geburt ermöglichen.

Wenn Sie sich bisher noch nicht auf die Namenssuche für Ihren Nachwuchs gemacht haben, ist auch das jetzt an der Zeit. 

Um im Ernstfall gut vorbereitet zu sein, können Sie nun auch Ihre Kliniktasche packen. Schließlich muss es meist schnell gehen, wenn der Nachwuchs sich ankündigt.

 
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